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LuciferDaem...

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Catriona McLoid - 1. Dezember

von LuciferDaemonium am 01.12.2024 21:29

Catriona McLoid - 31 Jahre - Chefsekretärin der Morningstar Inc.


Aussehen:

1,71m groß, schlanke Gestalt| Sommersprossen im Gesicht| langes, leicht gewelltes rotes Haar| sturmgraue Augen
Charakter:
Catriona ist eine zielstrebige und gewissenhafte Frau, die selbstbewusst und teils etwas sehr temperamentvoll mit beiden Beinen im Leben steht. Sie ist es gewohnt, auf sich gestellt zu sein und sich durchsetzen zu müssen, was ihr eine spitze Zunge und kühle Gelassenheit verschafft hat. Doch hinter der kalten Fassade der Professionalität steht eine empathische und durchaus sanfte Dame, die sich jedoch nur selten die Schwäche erlaubt, dieses Gesicht zu zeigen.
Hobbys:
Catriona liebt es zu zeichnen und besitzt ein Faible für alte Architekturen. Außerdem ist sie nie einer guten Runde Texas Holdem oder Dart abgeneigt
Sonstiges:
Catriona ist die rechte Hand des leibhaftigen Teufels. Oder besser gesagt, sie war es, bis dieser sein Geschäft an seinen Sohn Azrael übergeben hat. Sie ist einer der wenigen Menschen, die von der Existenz von Dämonen und Engeln weiß und mit ihnen umgehen kann.
Hintergrund zum Charakter:
Catriona ist mein Main-Charakter aus meinem bestehenden RP "The Devils Secretary". Und ich darf sie und unsere anderen Charaktere für das Weihnachtsevent hier benutzen (Ist mit meinem Schreibpartner abgesprochen :3 )


1. Dezember - Demons on Ice


Kleine Atemwolken stiegen von ihrem Mund auf, als sie den warmen Wintermantel enger um ihren Leib zog. Es war verflucht kalt! Kein Vergleich zu dem eher nass-kühlen Wetter, dass in London herrschte. Hier in Russland war der Winter bereits im vollen Gange und eine dicke Schneedecke ließ die Wälder in sanftem Weiß erstrahlen. Ein friedlicher Anblick, wenn sie nicht so frieren würde. Abermals atmete sie aus und folgte mit ihren grauen Augen der Wolke, die sie erzeugte. Was um alles in der Welt wollten sie außerhalb des Anwesens?! Baal, der Fürst des Zorns und ihr hiesiger Gastgeber, hatte sie und Azrael genötigt, mit ihm in die eher ländlichen Gefilde zu fahren. Weg von Moskau und hinein in die dichten Wälder. Er hatte sogar einen verdammten Schlitten organisiert. Da solle nochmal jemand sagen, dass Dämonen mit der Zeit gingen. Altmodischer ging es nun wirklich nicht. Catriona schnaubte und vergrub sich tiefer in ihren Mantel und dem großen Schal, als das raue Lachen von Baal neben ihr erklang. Der Fürst musterte sie amüsiert und grinste breit. Sein grauer Bart und die gleichfarbige Mähne passte sich wunderbar der Umgebung an, man würde den Hünen wohl kaum sehen, wenn er es wöllte.
"Ihr Briten seid nichts gewohnt. Schau nicht so grimmig drein, Catja. [Russischer Kurzname für Catriona]", zog der Höllenfürst sie munter auf. Manche würden meinen, die Personifikation des Zorns wäre permanent seiner Todsünde verfallen, aber dem war nicht im Geringsten so. Baal sollte man mitnichten wütend machen, sein Zorn war in jeder Hinsicht apokalyptisch. Doch wenn man ihn nicht reizte, war er einer der humorvollsten und entspanntesten Gesellen überhaupt. Russland und seine Mentalität hatten auf den Dämon über die Jahrhunderte abgefärbt und seine Vorliebe für Feiern und Festivitäten kannte kaum Grenzen.
"Es ist verflucht kalt, Baal! Was wollen wir hier überhaupt?", meckerte Catriona wenig begeistert und sah sich noch immer suchend um, während sie lustlos durch den dichten Schnee marschierte, dem Fürsten stets folgend.
"Das werdet ihr noch früh genug sehen. Terpenia! [russ: Geduld] Es wird euch vielleicht oder vielleicht auch nicht gefallen. Für mich wird es allemal mehr als belustigend.", grinste Baal geheimnisvoll und der Schalk war nur zu deutlich in seinen Augen zu sehen. Catriona presste unwillig die Lippen zusammen, aber etwas anderes als ihm zu folgen blieb ihr ja nicht. Während Baal vorrangig und sie durch die Kiefern führte, sah sie zu ihrem höllischen Boss auf, der neben ihr herlief.
"Hast du eine Ahnung, was das Ganze hier soll?", fragte sie Azrael fast schon hoffnungsvoll. Doch dieser zuckte nur die Schultern, ihm schien die Kälte offenbar nichts auszumachen. Catriona verfluchte die Dämonen und ihre unsterblichen Körper manchmal!
"Absolut nicht. Was denn, gar nicht mehr so abenteuerlustig?", grinste der Sohn Lucifers spöttisch zu ihr herunter und sie verdrehte nur die Augen.
"Ein Abenteuer im Warmen wäre mir lieber.", grummelte sie und Azrael lachte nur amüsiert darüber auf. Sehr liebenswert, der werte Prinz schien sich prächtig über ihr Leid zu amüsieren. Infernaler Hornochse! Catriona schnaubte unzufrieden und der Weg zog sich merklich.


[...]


"My zdes! [Wir sind da]", rief Baal irgendwann aus und sie standen vor einem gefrorenen See. Catriona blinzelte perplex und sah sich nach irgendetwas Interessantem um, fand jedoch nichts. Sicher, es war hübsch anzusehen, aber was wollten sie hier?
"Was?", kam es wenig eloquent von ihr und sie starrte Baal an, der fast schon jungenhaft strahlte.
"Wir sind da, Catja. Gleich wird dir warm, versprochen." Warum hatte sie das Gefühl, dass ihr das Kommende absolut nicht gefallen würde...? Auch Azrael schien nicht zu verstehen, was Baal meinte, doch dann ließ der älteste Höllenfürst in seiner Hand ein Paar Schlittschuhe erscheinen. Während dem Prinzen der Hölle zu dämmern schien, was Baal tun wollte und nur darüber lachte, stieg Panik in Catriona auf.
"Oh nein! Vergiss es! Ohne mich! Ihr könnt euren Spaß haben, ich schaue zu und erfriere lieber!", rief sie schon mit viel zu hoher Stimme aus. Nein, nein und nochmals nein! Kein Dämon oder Engel würde sie jemals aufs Eis bringen!
"Hah! Nix da, Catja. Du wirst mit uns aufs Eis gehen. Macht Spaß, glaube mir. Und die Eisdecke hier ist dick genug, ist sicher.", grinste Baal und kam langsam näher. Mit jedem Schritt ging Catriona automatisch einen nach hinten.
"Baal, ich meins ernst, lass den Scheiß!" Ihre Stimme überschlug sich leicht, da sie ahnte, dass sie dem Hünen nicht entkommen konnte. Selbst wenn er kein überirdisches Wesen wäre, hätte sie gegen ihn wohl kaum eine Chance.

Sie wich immer weiter zurück, doch plötzlich prallte sie gegen jemanden. Erschrocken fuhr sie zusammen, legte den Kopf in den Nacken und sah direkt in Azraels grinsende Visage. Oh Fuck... Er legte seine Hände auf ihre Schulter und Cat wurde in diesem Moment bewusst, dass sie verloren hatte.
"Azrael, komm schon... Wenn es wegen letzte Woche ist... wir können doch über alles reden.", lachte sie nervöser werdend, doch der Prinz schien gar nicht daran zu denken.
"Du bist doch die furchtlose Catriona, was macht da schon ein bisschen Eis?", kam es scheinheilig von ihm. Das würde sie ihm sowas von heimzahlen. Darauf konnte er Gift nehmen! Azrael schob sie ohne weiteres in Baals Richtung, der einen wohlwollenden Blick mit dem jüngeren Dämon tauschte, ehe seine große Hand auf ihrem Kopf landete.
"Keine Sorge, ich führe dich auch. Du musst keine Angst haben, wir sind ja da.", wollte der russische Dämon sie beruhigen. Catriona schnaubte leise.
"Gerade das macht mir ja Sorgen!", konterte sie direkt, doch die Männer lachten sie nur aus. Verdammte Höllenbrut! Sie konnte kein Schlittschuhlaufen! Absolut nicht! Ihr Bruder hatte es versucht, ihr beizubringen, war jedoch sang- und klanglos gescheitert. Sie war einfach nicht zu gebrauchen und würde sich hierbei wohl mehr als blamieren. Dass Azrael sie noch wochenlang damit aufziehen würde, stand außer Frage. Sie konnte es schon in seinen bernsteinfarbenen Augen sehen. Er würde sich köstlich amüsieren. Und es genießen...


"Hey!", japste sie auf, als sie von Baal kurzerhand einfach hochgehoben wurde und im nächsten Moment spürte sie, wie sich ihre Schuhe veränderten und wesentlich fester saßen. Ein Blick nach unten bestätigte ihr den Horror, dass Baal ihr kurzerhand Schlittschuhe an ihre Füße gezaubert hatte. Nannte man das ein dämonisches Wunder? Oder war das hier das bestrafende Fegefeuer? Catriona wusste es nicht. Dafür krallte sie sich fast schon panisch an Baals Schultern, als er sie auf dem Eis absetzte und ihre Füße zu zittern begannen. Sie quiekte regelrecht auf und die Panik in ihren Augen war nur zu deutlich zu sehen. Baal hielt sie freundlicherweise fest, als er selber aufs Eis kam. Es hielt ihr Gewicht, was leider nur ein schwacher Trost war.
"Ganz ruhig, Catja.", brummte er und löste ihre krampfhafte Umklammerung, nahm ihre Hände väterlich in seine und zwinkerte ihr aufmunternd zu.
"Warum so blass, Catriona? Geht es dir nicht gut?", wollte Azrael gespielt besorgt wissen, während er noch am Ufer stand und seine ganze Haltung davon sprach, dass er gerade den Spaß seines Lebens hatte. Catriona hätte ihm nur zu gerne eine wüste Beschimpfung an den Kopf geworden, doch sie war gerade viel zu sehr darauf fokussiert, nicht der Länge nach auf die Eisfläche zu fallen. Sie starrte angestrengt auf ihre Füße, die in einem sehr hübschen Paar Schlittschuhe steckte. Ihr Magen drehte sich förmlich, als sie leicht wegrutschte, kaum dass Baal sich bewegte.
"Ganz ruhig. Einen Fuß nach dem anderen. Du schaffst das." Baal fuhr rückwärts, ließ es trotz seiner großen Gestalt so einfach und elegant aussehen, dass sich Catriona ein wenig veralbert vorkam. Verkrampft setzte sie einen Fuß vor den anderen, musste aber wohl ein lustiges Bild abgeben, so sehr wie sie zitterte.

Es dauerte eine Weile, ehe sie einen langsamen Schritt nach dem Nächsten tun konnte.
"Na siehst du, alles gut. Zamechatelny! [Wunderbar]", lobte der Fürst des Zorns sie aufmunternd. Doch wirklich freuen konnte sich die Schottin nicht lange.
"Naja, die Haltung könnte man noch korrigieren." Wann zur Hölle war Azrael auf das Eis gekommen?! Catriona sah erschrocken auf und begegnete seinem spöttischen Grinsen. Unzufrieden presste sie die Lippen zusammen und musste dem Drang widerstehen, ihm dreist die Zunge rauszustrecken. Die Gefahr, dass sie dann wirklich auf dem Eis landete, war zu groß.
"Sei nicht so, Azrael. Sei ein guter Junge und hilf ihr.", lachte Baal kopfschüttelnd, wechselte die Seite, dass er sich bei Catriona einhakte. Azrael tat es ihm lachend gleich, erbarmte sich aber und bot ihr seinen Arm an.
"Nicht, dass du uns noch fällst." Sie sah ihn giftig an, krallte sich aber ungewollt im nächsten Moment in seinen Arm, als sie kurz das Gleichgewicht verlor und zu ihrem Glück hielten sie die Dämonen wirklich.

Sein Lachen würde sie wohl noch stundenlang in ihrem Kopf hören, aber Catriona musste mittlerweile selber grinsen, gaben die Drei doch ein ulkiges Bild ab.
Sie sah schon die Werbereklame von "Demons on Ice" vor ihrem geistigen Auge und lachte herzhaft auf. Das würde ihr wohl niemand glauben, dass sie mit dem Fürsten des Zorns und Lucifers Sohn mitten im Wald Schlittschuhlaufen war. Das Amüsement hatte mittlerweile ihre Angst niedergekämpft und so setzte sich das Lachen in ihrem Gesicht fest, als sie begann, Spaß zu haben.
Eines war jedenfalls sicher: Kalt war ihr jetzt ganz gewiss nicht mehr.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.12.2024 21:40.

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Re: 🎲 #4 Süßes oder Saures 🎲

von LuciferDaemonium am 30.10.2024 22:06

Süßes!

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Re: Harry Potter Charaktereliminierung

von LuciferDaemonium am 22.06.2024 19:38

Hermine Granger 55
Draco Malfoy 25 (-)
Luna Lovegood 52
Rubeus Hagrid 53
Ron Weasley 39
Fred Weasley 39
George Weasley 18
Ginny Weasley 11 (+)
Minerva McGonagall 51
Neville Longbottom 32

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Re: Der erste Gedanke zum User über dir

von LuciferDaemonium am 05.02.2024 20:02

Süße, hilfsbereite Maus aber immer zu gutmütig~ 

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Re: 🎲 #1 Schneeballschlacht 🎲

von LuciferDaemonium am 16.12.2023 16:08

Kontra
yen
Cassiopeia
Laura
Uschi

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Re: 🎲 #1 Schneeballschlacht 🎲

von LuciferDaemonium am 13.12.2023 22:25

Sorry, hatte es falsch verstanden... 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.12.2023 22:36.

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Re: 🎲 #1 Schneeballschlacht 🎲

von LuciferDaemonium am 13.12.2023 22:21

Melii
Mongrel
BlueAtlas
Silberhauch


Meine Nächsten 4 die von mir Schneebälle ins Gesicht bekommen xD

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.12.2023 22:37.

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Re: 🎲 #1 Schneeballschlacht 🎲

von LuciferDaemonium am 13.12.2023 18:31

Kontra

yen
Saphyr
Midnightwalk
Cassiopeia



Lasset die Schlacht beginnen meine Lieben, ich hab für heute meine Schneebälle verbraucht <3 xD




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Re: 🎲 #1 Nikolausgeschenke 🎲

von LuciferDaemonium am 06.12.2023 17:09

Ich bin ebenso fleißig dabei, Geschenke zu verteilen für meine Lieben hier. 
Ich wünsche dem RSH-Team ebenso einen schönen Nikolaus :3

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Oblivion

von LuciferDaemonium am 04.12.2023 23:26

Hallo ihr Lieben.

Ich habe mich entschlossen, eine alte Geschichte wieder aus der Versenke zu holen, die ich damals sehr geliebt habe. Ich habe sie jetzt etwas aufgefrischt (Ich habe die Texte mit 19 geschrieben, so lange ist das schon her xD) und aufgrund eines Wunsches meiner lieben Freundin werde ich sie hier teilen.
Ich hoffe sie findet ein paar Fans und den ein oder anderen Kommentar.
Neue Kapitel werden immer folgen, sobald ich die aktuellen soweit überarbeitet habe und hier hochladen kann. Ich entschuldige im Vorfeld kleine Fehler, die ich eventuell übersehen habe beim Ausarbeiten. 
Ansonsten wünsche ich viel Spaß beim Lesen~

Passende Genre: Fantasy| Angel&Demons| Romance| Medieval

~*~


Oblivion

 

Prolog

„Eine Unterredung?" Er schnaubte bloß verächtlich und schüttelte den Kopf. Ausgerechnet jetzt, wo doch endlich alles bereit war, wollte jener Mann den er am meisten verachtete mit ihm sprechen? Mit ihm, der doch dabei war sein herrliches Reich des stinkenden Himmels in Schutt und Asche zu legen? Unwirsch schritt er mit großen Schritten voran, dass es dem Boten schwer fiel, mit ihm mitzuhalten. Außer Atem hetzte er neben seinem Herrn her, der wie ein zum Leben erwachter Schatten durch die Gänge lief, dabei eine kalte Aura mit sich zog, die jegliche so schon anherrschende Finsternis nur noch dunkler und boshafter werden ließ. Schwarz wie die Nacht umhüllten die Schatten seine schöne, hochgewachsene Gestalt, als wären sie Kleider aus feinstem Samt eines edlen Herren. Sie bedeckten seine Haut vollständig, ließen keinen Fetzen der hellen Haut durchdringen. Gleich zu jenem ungewöhnlichen Gewand, gewoben aus feinster Magie, wehten dunkel Haarsträhnen um sein vor Wut verzerrtes Gesicht. Doch eben jenes weich scheinende Haar blieb nicht vollends von Farben verschont, die Spitzen gingen in ein sanftes Gold über, welches wie goldene Flammen hinter seiner Gestalt her wehten. Mächtige Drachenhörner ragten aus dem dunklen Haar majestätisch nach oben.
Seine klauenartigen Hände ließen die mächtigen Tore zum Thronsaal mit einer genervten Geste regelrecht aufspringen.

Jener Saal war leer bis auf zwei Seelen, die zu ihm gehörten und jenem mächtigen Thron, den er sein Eigen nennen konnte. Gleich einem dunklen Nebel wurde dieser in einen sanften, unscharfen Schleier getaucht, den er mit seinen ungeduldigen Schritten zerschnitt. Sich auf dem kalten, tiefrot glühenden Stein niederlassend blickte er mit sonderbaren Augen auf jene herab, die sich seine Fürsten nannten. Zwei waren es an der Zahl, zwei von insgesamt sieben Fürsten der Höllenkreise. Noch immer verzerrte Ärger und Verachtung, die markanten und doch anmutigen Züge des Mannes und die blassen Lippen kräuselten sich zu einem freudlosen Lächeln. Die Botschaft, die er eben erhalten hatte, wollte ihn einerseits zu einem grausamen Lachen verleiten, und trotzdem löste sie brodelnde Wut in seinem Inneren aus. Die Luft um ihn herum flimmerte regelrecht, als würden die magischen Ebenen erzittern und seine Macht fürchten, die in seinem Kern lauerte.

„Mein Herr...", begann der Bote auf ein Neues, buckelte demütig von ihm, dass er sich einen herablassenden Blick nicht vergönnen konnte. Das Farbenspiel seiner Augen lag auf jenem niederen Wesen, welches wagte, diese schlechte und höchst nervtötenden Kunden zu bringen. Rot durchzog die Iris des Mannes, doch wurde sie von einem goldfarbenen, strahlenförmigen Muster unterbrochen, welches sich um die schmale Pupille wandte. Die Farben eines frühen Morgenrots erfüllten die Seelenspiegel des Dunklen, Erinnerungen an längst vergangene Zeiten, als eben jene Morgenröte ihm seinen Namen schenkte.
Umgeben von einem Vorhang dichter Wimpern sahen diese glühenden Augen auf den Dämon herab, als er seinen Mund öffnete, dessen Lippen nicht anders als sinnlich zu beschreiben waren.
„Schweig, du hast genug gesagt.", unterbrach er seinen Boten kalt und seine tiefe Stimme hallte in jedem Anwesenden wieder, brachte ihn förmlich zum Beben- obgleich der samtigen Weiche oder der dunklen Schärfe seines Tones konnte keiner bestimmen. Schwarz wie seidiger Samt war seine Stimme und doch von deutlichem Hass durchzogen, der gleich Eis durch die Adern der Zuhörer rann. Ein weiteres, viel prägnantes Gefühl erfüllte die Dämonen vor ihm: Autorität. Seine Präsenz alleine reichte, um jeden in die Knie zu zwingen.
„Wie ärgerlich, die Legionen sind bereit, doch er will wieder vor dem Unausweichlichen fliehen. Wann beginnt dieser Narr endlich die Sache ernst zu nehmen?!", letzteres glitt als wütendes Grollen über seine Lippen, dass den Boten um einige Meter nach hinten schob, als der Unmut des dunklen Herrschers sich Luft machte.
„Werdet Ihr zu der Unterredung gehen?", fragte einer seiner Fürsten von großer, stattlicher Statur. Eine Hüne möchte man sagen, war er doch um einiges größer als der Schwarzhaarige selbst und der Körperbau glich mehr einem starken Bären als einem Menschen. Die passende Sturmmähne eines Löwen besaß er allemal, wenngleich sie grau war und wie vom Alter gezeichnet wirkte. Die gleichfarbigen Augen des Hünen sprachen von einem langen Leben und verbargen sogar eine gewisse Weisheit in ihnen.

Genervt stöhnte der Angesprochene auf.
„Bleibt mir etwas anderes übrig? Nach den Gesetzen darf ich eine solche Unterredung nicht ablehnen, schon vergessen?", fuhr er die Löwenmähne gereizt an und bettete seine Stirn in seiner Hand. Und wieder durfte er den Ruf in die Schlacht hinauszögern! Elender, seniler Bastard von einem Engel... Er hing noch immer an seiner Vorstellung eines wankelmütigen Friedens, den es niemals zwischen Engeln und Dämonen geben würde.
Er atmete durch, beherrschte den Zorn in sich, der ein fester Bestandteil seines Wesens war. Sicher war, dass die Legionen von Bestien und Dämonen unruhig wurden und selbst ihm fiel es langsam schwer, ihren Blutdurst zurückzuhalten. Die Generäle drängten jetzt schon auf den Angriff, doch er hielt sie noch zurück. Lange konnte er das jedoch nicht mehr und auch er verlor langsam aber sicher die Geduld! Es hat Jahrhunderte gedauert, Wege zu finden, um das verfluchte Himmelreich endlich in Schutt und Asche zu wandeln. Jahrhunderte der Vorbereitung, der Intrigen und dem Warten. Und jetzt stand lediglich eine Unterredung zwischen ihm und dem Sieg, den er vor Äonen schon den Seinen nennen sollte.

„Mein Herr, wenn ich etwas vorschlagen dürfte?", begann sein zweiter Fürst. Dieser wirkte neben dem Hünen wie ein Zwerg, war er doch von kleiner Statur, schmächtig könnte man sagen, mit dem Gesicht eines Gentlemans. Langes, rotes Haar war zu einem Zopf gebunden, doch widerspenstig fielen viele Strähnen über seine Schultern und Rücken, die von einer ledernen, ärmellosen Montur bedeckt waren. Sein Lächeln besaß jedes Mal etwas Schalkhaftes und man wusste, wenn er ansetzte zu sprechen, würde er alles zu seinem Vorteil drehen. Seine Zunge war genauso gespalten wie sein Ruf, doch war er ein wertvoller und machtvoller Dämon, der seine Treue oft bewiesen hatte. Gelangweilt blickte der Herr beider auf sie herab.
„Kommt denn bei dir etwas Vernünftiges heraus, Astaroth?", gab der König beider arrogant von sich und erniedrigte den Dämon namens Astaroth allein mit seinem Blick. Dieser setzte jedoch ein strahlendes Lächeln auf, ließ sich nicht beirren vom schroffen Ton seines Meisters.
„Nun, wäre es nicht besser für die Legionen und auch für Euch, wenn wir dennoch unseren bevorstehenden Sieg feiern würden? Immerhin steigt der Unmut der Bestien langsam, sie sind hungrig auf frisches Fleisch, was Euer Feind jetzt wieder aufschieben will. Lasst wenigstens die Generäle der Armeen etwas feiern, sie sollten sich amüsieren, ehe ihr Unmut in Aufständen enden würde." Seine Worte waren freundlich, als würde er einem langjährigen Freund einen Rat geben, doch sein Grinsen war boshaft. Hinterlistig und der Gefallene auf dem Thron wusste, dass mehr Tragweite hinter diesen Worten steckte.
„Es wäre zum...steigern der Moral könnte man sagen.", lachte Astaroth vergnügt, während weder der Sturmgraue noch der Dunkle wirklich begeistert wirkten und letzterer schnaubte bloß.
„Und du schlägst es nicht nur vor, um dich mit einigen Succubus zu vergnügen und trinken zu können?" Fragend zog der Schwarzhaarige seine Brauen hoch und erntete einen ertappten Blick seitens Astaroth. Seufzend wedelte er jedoch bloß mit seiner behandschuhten Hand. Er war der Fürst der Lust, etwas Anderes war selten von ihm zu erwarten. Astaroth war schon immer nur auf sein eigenes Vergnügen bedacht, aber dieses Mal schien es nicht verkehrt, den Dämonen ein Ventil für ihren unerfüllten Blutdurst zu geben.
„Aber von mir aus. Mach wie du willst.", gab er gelangweilt sein Einverständnis. Warum nicht etwas Vergnügen, wenn er schon seinem verdammten Feind gegenüberstehen musste und nicht einmal einen Finger rühren durfte?
„Ich werde morgen zum Treffen mit meinem Bruder aufbrechen, geht jetzt.", befahl der Schwarzhaarige sichtlich genervt, während er sich im rotglühenden Stein zurücklehnte. Zu seinem Missfallen fand das Treffen auf dem einzigen neutralen Ort statt, den es für Wesen wie sie gab. Der Menschenwelt. Jenem Reich, das er am liebsten in Flammen aufgehen lassen wollte.
Er seufzte lautlos und lehnte seinen Kopf an den kalten Stein. Damit versank seine ganze Gestalt im Schatten und lediglich das Glimmen seiner Augen blieb übrig.
„Wie Ihr wünscht, Lucifer." Mit einer tiefen Verneigung verließen der Hüne und Astaroth den Saal, ebenso der Bote, der es kaum erwarten konnte, herauszukommen. Das unheilvolle Flackern in den Augen des rothaarigen Schlangendämons blieb jedoch ungesehen.

Besser hätte Astaroth es sich nicht erhoffen können.

Antworten
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