Wir werden unterstützt von:


Romanze — private Rollenspiel-Handlungen

Erste Seite  |  «  |  1  ...  5  |  6  |  7  |  8  |  »  |  Letzte [ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Neueste Beiträge zuerst ]


Handlungen
Administrator

22, Weiblich

  Rollenspieler

Beiträge: 470

Re: Romanze — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 29.12.2018 22:31

60. two committed Frenemies
Das Leben war nie wirklich leicht für Y.Vor allem seine Kindheit hat ihn sehr geprägt, sodass er sich seitdem nie wirklich Menschen anvertrauen konnte. Aber es ist keineswegs so, dass er ein einsamer Einzelgänger ist, nein, Y hat Freunde, Schulfreunde, Kollegen, Leute, die zwar sehr nett sind, doch bei dem jedem klar ist, dass dies keine tiefe Verbundenheit ist. Das wirkt auf den ersten Blick recht pessimistisch, so ist Y jedoch nicht nach außen hin. Er gibt sich stets nett, freundlich und zuvorkommend und ist sogar in der Schülervertretung und in der Schülerzeitung. Die Mädchen drehen sich nach ihm und schreiben Liebesbriefe für ihn und die Jungs wollen gerne mit ihm befreundet sein. Eines späten windigen Nachmittags begibt er sich endlich von einer Besprechung der Zeitung nach Hause und genau in diesem Moment kreuzt er das erste Mal den Lebensweg von X. Ihre Unterlagen sind ihr durch ein Missgeschick zu Boden gefallen und Y war als Gentleman natürlich direkt zur Stelle. Er erkundigte sich sogar über ihr Vorhaben in einen Schulclub einzutreten, was er unschwer ihren umherfliegenden Blättern entnommen hatte, doch bevor er eine Antwort kommt, trennt die beiden das Schicksal wieder.
Umso überraschter ist er als er das Mädchen wenige Tage später in der Schule antritt. X sei neu hergezogen und nun auch in seiner Klasse. Sogar für den gleichen Club hat sie sich angemeldet! Zu Beginn freut man sich noch so viel Zeit miteinander wegen der Zeitung zu verbringen, und weil sie eben so schön, klug und gebildet ist wie er, werden sie zu dem Traumpaar der Schule, nur dass sie kein Paar sind. Je ernster es ihnen mit dem Schreiben wird, desto mehr bekriegen sie sich. Neben Plagiatsvorwürfen, werden auch schon mal die Quellenangaben gelöscht, oder gleich der ganze Artikel. Pausenlos versuchen sie den anderen bloßzustellen und den Platz an der Spitze zu gewinnen. Dass das Ganze in einem einzigen Chaos endet, hätte man ahnen können. Sie haben sich ja schließlich nicht gefragt, ob ihre Taten zu billigen waren, sie taten es einfach. Ob wegen Macht, Eifersucht oder der Spaß an der Niedertracht ist dabei ganz gleich. Ob sie so weitermachen werden, wird sich allerdings noch herausstellen.
© @BrynTheBeatnik

Antworten

Handlungen
Administrator

22, Weiblich

  Rollenspieler

Beiträge: 470

Re: Romanze — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 03.01.2019 21:17

61. Y hat ein Problem und das schon sein Leben lang, er bringt einfach immer die richtigen Leute zusammen. Was anfänglich nach einer guten Sache klingt, artet das erste Mal in Chaos aus, als er damit die Trennung seiner Eltern bewirkt. Unabsichtlich hat er nämlich seinen Vater seiner Klassenlehrerin in der Grundschule vorgestellt und naja, es war wohl Liebe auf den ersten Blick. Jedenfalls hat sein Vater ihn und seine Mutter daraufhin verlassen, aber wer denkt, sie wäre auf ewig einsam und allein geblieben, der irrt. Gerade an dem Tag als sie mit Y auf dem Wochenmarkt war, verliebte sie sich in den Gemüsehändler und heiratete ihn. Irgendwann hat er daher den Spitznamen "Amor" bekommen.
Da hört es natürlich nicht auf, bisher hat er unabsichtlich jeden seiner Freunde nach und nach verkuppelt, doch er hatte in der Liebe bisher kein Glück. So gar keins! Eigentlich sieht er doch ganz nett aus, ist witzig und charmant, aber kaum trifft er eine Frau, trifft sie kurz darauf den "Einen". Es ist zum Verrückt werden! Dabei strengte er sich so sehr an. Er versuchte es in Bars und Cafés, doch mit zunehmendem Alter fühlt er sich dort auch nicht mehr wohl. Zum Höhepunkt seines Verlangens, nach körperlicher Zuneigung für das andere Geschlecht, kam es als er sich für einen Buchclub einschrieb und sich seitdem, als einziges männliches Mitglied in einer Damenrunde, deren durchschnittliches Alter bei 60 Jahren liegt, den Samstagmorgen um die Ohren schlägt. Er würde ja austreten... aber in Wahrheit hat er wirklich nichts besseres zu tun als den Damen beim Schwatzen zu zuhören.
Als er sich damit abgefunden hatte als ungeküsste Jungfer zu sterben, begegnet er X, der Tochter einer Buchclub-Ladies, frisch getrennt und hat die Nase voll von Männern. Doch Y findet sie perfekt, in seinen Augen ist sie einfach eine Traumfrau, deshalb darf er es sich mit ihr auch auf keinen Fall verscherzen. Sicherheitshalber trifft er sich daher nur im Buchclub mit ihr, da sonst die Möglichkeit besteht, dass er sie zu ihrem Seelenverwandten führt und er so die Chance verliert, jemals romantische Erfahrungen zu machen. Schon fast zwanghaft versucht er jede Situation zu umgehen, mit ihr in Begleitung auf einen Mann zu treffen. X selbst dachte nicht daran, in nächster Zeit wieder eine Beziehung einzugehen, aber sie ist fasziniert von seiner Art mit ihr und anderen Menschen um zu gehen.
© @BrynTheBeatnik

Antworten

Handlungen
Administrator

22, Weiblich

  Rollenspieler

Beiträge: 470

Re: Romanze — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 30.01.2019 18:55

62. Das Herz der Sirene

A ist eine Sirene. Der Oberkörper einer wunderschönen Menschenfrau, verschmolzen mit dem schimmernden Schuppenschwanz eines Meerestieres. Dazu verdammt unter Wasser zu leben, niemals über Land reisen zu können und für immer allein mit den Schwestern unter Wasser sein. Aber die Sirenen haben eine verborgene Gabe und ihre Fähigkeiten sind weitaus gefährlicher als Man(n) denkt. Sie können einen Mann zwingen sich Hals über Kopf in sie zu verlieben und ihnen jeden Befehl ins Ohr flüstern der ihnen gerade in den Sinn kommt. Ob er sich ertränken, seine Frau verlassen oder seine eigenen Eltern töten soll... wenn der Befehl gesprochen ist wird er es tun. Doch A ist nicht begeistert von den Taten ihrer Schwestern. Denn 'Meerjungfrauen' ernähren sich von Menschenfleisch. Entgegen des landläufigen Aberglaubens, können sie aber auch von Seetang leben, so wie es A tut. Sie nutzt ihre Gabe nur um kleine Streiche zu spielen, sich die Zeit zu vertreiben... würde aber niemals jemanden verletzen wollen. Doch eines Tages wird sie von dem jungen Fischer B beobachtet, der nicht versucht sie zu fangen. Er versucht überhaupt nichts... sieht ihr nur zu wie sie ein bisschen die Sonne auf ihren Meerjungfrauenschwanz scheinen lässt. Und obwohl sie ihre Gabe nicht anwendet, verliebt er sich in sie. Dieser Bann scheint stärker als jeder, den eine Sirene je schmieden könnte. Und ihre Schwestern sind neidisch, denn dieser Fischer würde sich für A auch ertränken ohne das sie den Befehl dazu gibt, was dazu führt, dass sie ihn retten muss. Denn eines Nachts schwimmt B aufs Meer hinaus, nur um sie wieder zu sehen. Als ihn die Schwestern A's beinah schon getötet haben, schafft sie es ihnen einhalt zu gebieten und rettet B das Leben. Als er in einer verlassenen Bucht aufwacht, ist A noch bei ihm. Sie unterhalten sich eine Weile aus sicherer Entfernung doch schon bald muss sich A eingestehen dass sie ihn ebenfalls liebt... mehr als ihr lieb ist. Nicht nur, dass eine Sirene vom Kreis ihrer Familie ausgeschlossen wird, wenn sie einen Menschen wahrhaft liebt, davon abgesehen kann A niemals wirklich mit ihm zusammen sein. Sie treffen sich öfter und irgendwann hört B von einem mächtigen Zauberer der durch das Land reist und tatsächlich bald in die kleine Hafenstadt kommt.
© @MyLady

Antworten

Handlungen
Administrator

22, Weiblich

  Rollenspieler

Beiträge: 470

Re: Romanze — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 30.01.2019 18:56

63. Somebody seems slightly familiar

"My heart is pounding. It's hard to believe that you're not the cause."
Diese Geschichte dreht sich ganz um ein normales Mädchen und das schreckliche Chaos, was sie magisch anzuziehen scheint. Es beginnt wie viele Dramen in diesem Alter beginnen, mit dem Anfang des Senior Year ihrer Schullaufbahn an der James Polk High school. Diese liegt in einer verschlafenen Kleinstadt in Rhode Island in der Nähe von Providence, names Portsmouth. Dort kennt man seine Nachbarn, achtet auf seinen Vorgarten und lästern ständig hinter verschlossenen Türen über andere. Jedenfalls fing alles damit an, dass Homecoming Week war und die Schule ihren Betrieb nach dem Sommer wieder aufnahm. In einem ihrer Kurse, den sie schon seit dem vorigen Jahr hatte, geschah etwas seltsames. Augenscheinlich war es harmlos... es war ja nur ein kleiner Witz. Problematisch war nur, dass außer ihr und dem Lehrer keiner lachte. Wenn das nur alles wesen wäre, dachte sie sich, dann wäre sie wenigstens nur merkwürdig und würde jetzt nicht so am Rad drehen, wie sie es tat. Denn bei diesem kleinen Scherz handelte es sich leider um einen Inside Joke, einer bestimmten Aussage, die nur jene Menschen belustigt, die den Kontext verstehen und das war in diesem Fall tatsächlich gegeben. Wie sich herausstellte, war Y nicht nur ihr Lehrer, sondern auch ihr langjähriger Internetfreund.
Auf einer Blog-Website, Tumblr genannt, lernte sie Y, damals noch Student, kennen, da beide einige Interessen teilten. Seit mehreren Jahren waren sie nun also Freunde ohne den anderen je nach sonderlich vielen privaten Einzelheiten gefragt zu haben und nun standen, oder im Falle von X, saßen sie in einem Raum mit 20 anderen Menschen und konnten sich nicht erklären, wie es möglich war, dass die andere Person einem seltsam bekannt vorkam. Natürlich bemerkten sie es früher oder später, als sie nach der Schule über's Web kommunizierten und feststellten, dass beiden am gleichen Tag, die gleiche seltsame Geschichte widerfahren war. Keiner von beiden war darauf vorbereitet in der Öffentlichkeit mit ihrem Privatleben konfrontiert zu werden. Wer erwartet denn auch, dass eine Person, die einem so weit entfernt vorkommt, plötzlich vor der eigenen Nase auftaucht?

© @BrynTheBeatnik

Antworten

Handlungen
Administrator

22, Weiblich

  Rollenspieler

Beiträge: 470

Re: Romanze — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 01.03.2019 11:36

64. Mind Games
Was ist Liebe? Wozu kann sie uns treiben? Oder wozu nicht? Was macht ein Verbrechen aus? Kann man es kategorisieren oder sind Verbrechen weniger schlimm wenn sie aus gutem Grund begangen wurden? Professor James Saleman beschäftigt sich mit genau diesen Fragen. Er ist Rechtswissenschaftlicher Psychologe und versucht seit Jahren herauszufinden, was einen Menschen zu einer grausamen Tat treibt. Angestellt in einer geschlossenen psychatrischen Anstalt, lebt und arbeitet er mit schwer gestörten Menschen.
Eines Tages bekommt er ein neues Forschungsobjekt. Ihr Name ist Grace. Und sie ist in seinen Augen wunderschön. Unscheinbar, trotzdem sticht sie heraus wenn man nur auf sie achtet. Völlig fasziniert ist James allerdings von ihrer Krankheit. Grace leidet an einer gespaltenen Persönlichkeit seit ihre Schwester Marry gestorben ist. Als hätte der Geist von ihr 'Besitz ergriffen' nennt sich die zweite Hälfte ihrer Persönlichkeit ebenfalls Marry. Der Körper wird meistens gesteuert von Grace, doch ab und zu kommt Marry durch. Und sie ist voller Hass.
Marry's Tod ist für Grace noch immer eine ungeklärte Sache. Offiziell ertrank die ältere Schwester bei einer Grillparty mit Freunden, doch auf eben dieser Feier befand sich auch ihr Ex-Freund Benjamin. Grace wusste, dass Benjamin eifersüchtig auf Marry's neuen Freund war und sie ist davon überzeugt, dass er Marry umgebracht hat. Deshalb beging die 20 Jährige einige Monate nach dem Tod ihrer Schwester einen versuchten Mord an Benjamin, mit der Begründung ihre Schwester hätte ihr alles erzählt und sie hätte es tun müssen. Wenige Wochen später wurde von einem Gerichtsmediziner die Diagnose Persönlichkeitsstörung festgestellt.
Eingewiesen um von Dr. James Saleman untersucht zu werden, benimmt sich Grace völlig normal. Sie lässt alle Tests brav über sich ergehen, ist kooperativ und höflich. Doch manchmal verändert sich ihre Gestik, Mimik und sogar die Stimme wird einen Hauch dunkler. Dann spricht James plötzlich mit Marry. Und sie erzählt.. erzählt ihm viel. Von dem Streit mit Benjamin, von ihrem neuen Freund... und später sogar von ihrem Tod. Immer wenn der Dr. Grace später auf das Gespräch anspricht, kann sie ihm nicht folgen, weiß nicht was er meint.
Aber Marry ist so viel intensiver, sie ist wütend, leidenschaftlicher beim Erzählen und ihre Emotionen wirken sich stark auf James aus. Obwohl man ihn immer davor gewarnt hat, keine eigene Bindung mit einem Fall einzugehen, gesteht er sich irgendwann ein, dass er sich in Marry verliebt hat. Und sie scheint seine Gefühle zu erwidern, gewinnt sein Vertrauen. Schließlich werden die beiden intim... bis ihn Marry bittet, Benjamin zu töten.
Wird James es tun, nur um ihr seine Liebe zu beweisen? Welche Auswirkungen hat das auf Grace? Und will sie überhaupt mehr von James oder ist es tatsächlich nur eine der Persönlichkeiten? Ist Marry tatsächlich der Geist einer Toten oder doch nur die Einbildungskraft und Trauer einer kleinen Schwester?
© @MyLady

Antworten

Handlungen
Administrator

22, Weiblich

  Rollenspieler

Beiträge: 470

Re: Romanze — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 26.06.2019 14:48

65. Nachdem X wegen ihrer schlechten Noten und ihrem draufgängerischen Verhalten von ihrer alten Schule geflogen ist, muss sie nun eine andere Schule im Bundesstaat Montana besuchen. Im malerischen Städtchen Glasgow soll sie ihren Abschluss machen, und danach die Highschool besuchen, um irgendwann einmal Wirtschaft zu studieren. Jedenfalls, wenn es nach ihrer Mutter geht! Doch X ist ein Freigeist, eine Frohnatur, die sich mehr für Kunst und die Welt an sich interessiert, als für Geschichte und Mathematik.
So kommt es auch, dass sie gleich in ihrer ersten Woche an der neuen Schule, ins Büro des Direktors berufen wird, von wo es ab zum Vertrauenslehrer geht, der von nun an ein Auge auf X haben soll, um sie bestmöglich, das weitere Schuljahr über zu unterstützen. Y ist jener Vertrauenslehrer an dieser Schule, der zunächst keineswegs davon begeistert ist, sich um den störrischen Teenager zu kümmern, bis sich ihre Wege das erste Mal kreuzen. Die gegenseitige Anziehungskraft können beide kaum verbergen und obwohl Y weiß, dass er nichts mit einer Schülerin anfangen soll, verfällt er ihrem unwiderstehlichen Charme.
Zwischen den beiden entbrennt eine heftige Liebesbeziehung, die sie mehr als einmal zu durchbrechen versuchen und doch liegen sie am Ende wieder in den Armen des jeweils anderen. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, lernt Y beim Elternabend die Mutter von X kennen, die sich sofort in den smarten Lehrer verguckt, und sich von nun an des öfteren, in ihrer Freizeit, mit Y trifft. X ist das natürlich ein Dorn im Auge, war bisher immer sie es, die das Interesse von Y geweckt hat, und sich nach der Schule zuhause bei ihm aufgehalten hat!
Wird es für X und Y noch eine Chance geben? Oder sieht Y inzwischen selbst ein, dass er viel zu alt für X ist, und ihre Beziehung eh zum Scheitern verurteilt ist?
Wie es weiter geht? Das entscheiden wir!
© @Black_angel

Antworten

Handlungen
Administrator

22, Weiblich

  Rollenspieler

Beiträge: 470

Re: Romanze — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 30.07.2019 15:11

66. Im Schatten einer Person zu stehen, die einst einmal alles gehabt hatte und dies noch immer gerne nach außen trug, war nicht immer leicht. Ein Fakt, den Y alltäglich erfahren musste. In frühen Jugendjahren bereits konnte ihre Mutter nämlich behaupten, ziemlich alles im Leben zu haben, was sie sich von diesem wünschte. Dieser Erfolg war auch nach einigen Jahren nicht abgeklungen, als sie sich ebenso auch noch beruflich einen wirklichen Namen machen konnte. Sie war wohl immer der Meinung gewesen, in ihrem Leben könne nichts perfekter laufen, ehe dann eine ungewollte Schwangerschaft beinahe all das zunichte machte, was sie sich so mühsam aufgebaut hatte. Irgendwie schaffte sie es aber, sich auch dies zu Nutzen zu machen, jedoch bedeutete dies nicht, weniger Groll zu hegen, wenn sie an Y dachte. Sie wusste, sie könne ihrer Mutter nichts recht machen und doch strebte sie nichts weiter an, als einmal zu hören: „Das hast du gut gemacht, ich bin Stolz auf dich." Dieser Tag, diesen ersehnte sie sich. Die Hoffnung das es diesen aber niemals geben würde, wollte sie nicht aufgeben. Egal wie sehr sie sich damit aufgab. Und egal, wie sehr sie und auch ihr eigenes Leben immer wieder darunter zu leiden hatte.

 

X wirkt anders als Y auf Außenstehende erstmals wie ein glücklicher Mensch, der im Leben alles erreicht hat, was er sich vorgestellt hatte. Im Grunde war das zwar kein unbedingt falscher Gedanke, dennoch hatte X nicht einmal annähernd dieselbe Ansicht, wie es doch sein engstes Umfeld hatte. Er war nicht mit sonderlichen Reichtümern oder einem Haufen Geld gesegnet, doch das was er im allgemeinen brauchte, konnte er von sich behaupten, zu haben. Vielleicht aber war genau auch das der Grund, warum er sich innerlich mit keiner Sekunde seines Lebens lebendig fühlte. Ihm beschlich der Verdacht, seinen Nutzen schon längst getan zu haben. Spontanität war nichts, was in seinem Leben einen Platz hatte, schon längst war alles geplant. Ihm fehlte es an jeglicher Spannung, an Abenteuern und vor allem fehlte ihm ein Ziel vor Augen. Einmal im Leben würde er sich gerne wieder lebendiger fühlen und nicht nur den Arbeitsroboter mimen, den die anderen in seinem Umfeld gewohnt waren..

Es gibt im Leben beider, viele Dinge, die sie gerne geändert hätten. Dinge, die man nur einmal im Leben ausprobieren wollen würde, um einfach Mal aus dem Verhaltensmuster ausbrechen zu können. Allerdings haben X und Y dort eine Gemeinsamkeit. Beide trauen sich nicht, haben Angst vor den Reaktionen und der eventuellen Verspottung derer, mit welchen sie das Umfeld teilen. Allerdings sollte sich mit einem Mal im Leben von beiden etwas ändern..

Y konnte mal wieder einen Tag als 'Versagt' abstempeln.. Ein Treffen mit der eigenen Mutter warf sie immer wieder aufs Neue zurück. Wieder einmal gab es nur negative Beurteilungen, Bevormundungen und die Aussage, dass ihre Mom es in dem Alter doch zu weit aus mehr gebracht hatte als sie, bis sie dann hatte alles an den Nagel hängen müssen, um Y großzuziehen. Nachdem sie ihre Mutter losgeworden war, schnappte sie sich einfach ein paar Sachen, verzog sich an ihren Lieblingsplatz in den Wald. Doch schlechtes Wetter und die Suche nach einem Unterschlupf hatte sie genau in die Arme von X rennen lassen. In die Arme eines Mannes, der von nun an Teil ihres Lebens werden würde und alles, sowie auch das Verhältnis zu ihren Eltern, vollkommen auf den Kopf stellen würde. Ebenso aber, wie sie auch seines.

© @Passengers

Antworten

Handlungen
Administrator

22, Weiblich

  Rollenspieler

Beiträge: 470

Re: Romanze — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 13.08.2019 12:31

67. Mount Devon – eine Stadt, in welcher es eigentlich ziemlich ruhig zugeht. Doch bekanntlich sind stille Wasser immer tief.
Mittlerweile waren es über 20 Jahre, die vergangen waren, als M1 das Licht der Welt erblickte. Die Umstände allerdings konnte man bei Weitem nicht als Leichtigkeit abstempeln. Seine Eltern waren beinahe noch Teenager und hatten ihr ganzes Leben noch vor sich, als sie von der Schwangerschaft erfuhren. Zunächst aber schien alles gut zu sein. Es fehlte ihnen nicht an Unterstützung und der nötige Zusammenhalt schien auch vorhanden zu sein, um all das meistern zu können. Dieser verflüchtigte sich jedoch schon nach der Geburt von M1. Es dauerte nur einen kurzen Spaziergang und auf einmal war die Welt von ihm und seinem Vater vollkommen auf den Kopf gestellt. Jegliche Spur war von der Mutter verschwunden, nur ein Zettel lag auf dem Küchentisch, in welchem sie schrieb, dass sie für all das nicht bereit war und beide besser ohne sie dran wären. Für M1 Vater war dies ein mächtiger Schock. Wahrscheinlich hätte er all dies nicht ohne die tatkräftige Unterstützung seiner vermeintlichen Schwägerin in spe geschafft, mit welchem er mittlerweile eine glückliche Beziehung führt.
Doch auch das Leben von M1 Mutter ging weiter. Sie selbst ging nach ihrem nicht all zu eleganten Abgang zum College. In diesem hat sie es sich nicht nehmen lassen und sich schnellstmöglich einen neuen Mann angelacht. Jener sollte jedoch nur Mittel zum Zweck sein. Seine Eltern hatten Geld und sie sah die Chance, mit Hilfe von diesen Leuten selbst bald Erfolg genießen zu können. Ein kleiner Ausrutscher, betrunken auf einer Party sorgte nur wenige Wochen nach der Geburt ihres ersten Sohnes für eine erneute Schwangerschaft. Und so sollte auch M2 geboren werden. Nur knappe 11 Monate, nachdem sie ihr erstes Kind bekommen hatte. Dieses Mal sah sie jedoch nicht die Möglichkeit, sich dem allen zu entziehen. So blieb sie bei dem Mann, der ihr eine ganz große Zukunft verschaffen konnte und bekam auch das Kind..
Die Brüder hatten jedoch nicht viel miteinander zu tun, auch wenn sie die gleiche High School besuchten. M1 verabscheute die Familie regelrecht, welche zu gewissem Maße auch seine war. Er konnte das Verhalten seiner „Erzeugerin" nicht verstehen. Konnte nicht verstehen, wie M2 das alles für gut empfinden konnte. Und fand unfair, dass diese Familie das Geld nahezu aus dem Fenster werfen konnten und sein Vater und er jeden Cent zwei Mal umdrehen mussten. Neidisch war er nicht, er war zufrieden mit dem, was er hatte. Glücklich mit seiner Familie. Auch wenn er nie wirklich beliebt oder dergleichen war, so etwas brauchte er auch gar nicht. Verstehen, wie jedoch manche Dinge auf der Welt verteilt waren, konnte er einfach nicht.
Allerdings konnte man nicht davon sprechen, dass M2 glücklich war. Denn dieser hatte einen enormen Druck von seinen Eltern, gerade aber von seiner Mutter, bekommen. Leistungen waren das A und O. Wurden diese nicht eingehalten, dann wurde es auch schon einmal ruppig Zuhause. Dazu konnte er noch sehen, wie unbeschwert M1 zumindest wirkte. Eine Sache, die ihn innerlich zu zerfressen drohte. Immerhin sollte man meinen, er hätte alles. Er war beliebt, hatte Geld und konnte sich fast schon die Mädchen aussuchen, mit welchen er ausgehen wollte. Das glücklich sein jedoch anders war, merkte er schnell.

 

M1 ist ein Mensch, welchem die Familie sehr wichtig ist. Er hat ein ganz besonderes Verhältnis zu seinem Vater, aber auch zu seiner Lebensgefährtin. Allerdings macht es ihm aus diesem Grund auch zu schaffen, wie das Verhältnis zu seiner leiblichen Mutter ist. Dies ist aber etwas, was er eher für sich behält. Außerdem würde er sich selbst eher als introvertiert bezeichnen. Abgesehen von ein paar wenigen Leuten, pflegt er kaum soziale Kontakte. Er ist sich sicher zu wissen, worum es im Leben geht und verfolgt seine Ziele aufrichtig. Ebenso ist er auch sehr ehrlich, was seine nicht allzu vielen Bekanntschaften angeht. Am wichtigsten ist ihm allerdings seine beste Freundin, die wie eine kleine Schwester für ihn ist. Im Bezug auf sie kann man ihm wohl den größten emotionalen Schaden zufügen. Auch wenn er an sich eher als zurückhaltend gilt, ist er ebenso schlagfertig.

M2s Leben scheint, wenn man es als Außenstehender betrachtet, glücklich zu verlaufen. Doch durch seine familiären Umstände ist er alles andere als das. Dies ist auch der Grund, warum er immer versucht, in seinem Freundeskreis im Mittelpunkt zu stehen. Warum es ihm so wichtig ist, von seinen Freunden als „Cool" angesehen zu werden. Dort bekommt er die Aufmerksamkeit, die es Zuhause eben nicht gibt. Durch den übermäßigen Stress, welchen er von Zuhause aufgebrummt bekommt, neigt er dazu, aggressiv zu reagieren. Wenn auch ohne körperliche Gewalt. Zudem lässt er sich in seinem Handeln schnell beeinflussen, aus Angst, seinem eigenen Ruf zu schaden. Tief in ihm drinnen steckt jedoch ein liebevoller Mensch, mit einer wirklich netten Seite. Allerdings steckt diese im Verborgenen, aus reinem Selbstschutz.
F1 ist eine Person, welche mit Reichtum nicht sonderlich viel anfangen kann. Ihrer Ansicht nach sorgt dieses in den meisten Fällen nur dafür, dass man selbst ein vollkommen falsches Bild von der Welt bekommt. Doch wahrscheinlich ist ihre Abneigung gegenüber Menschen mit Geld daher, weil ihr bewusst ist, was das alles mit der Mutter ihres besten Freundes angestellt hat. Eine besondere Stärke ihres Charakters ist es trotz alledem, immer etwas Gutes in ihren Mitmenschen zu sehen. Denn sie kann selbst einfach nicht glauben, dass es Personen gibt, welche nicht irgendwo etwas Positives in sich ruhen haben. Zudem ist sie ebenso auch äußerst hilfsbereit und sehr extrovertiert und mag es zu dem Leidwesen von M1 sehr, neue Bekanntschaften zu machen. Ihre oftmals etwas zu positive Sicht, im Bezug auf neue Leute, schützt sie jedoch nicht vor ihrer manchmal etwas naiven Einstellung. Auch, wenn sie eigentlich eine sehr kluge Frau ist, fällt es ihr nicht einfach, auch immer den richtigen Umgang auszuwählen.
F2 war schon in früher Jugend eine Person, die sehr selbstständig und erwachsen sein musste, da ihre Eltern beruflich meist unterwegs waren. Eine Tatsache, die oftmals dafür sorgte, dass sie sich sehr einsam fühlte. Doch andererseits genoss sie diesen Umstand zeitweilig auch, da sie ein absoluter Freigeist ist. Sie hasst es, wenn man sie einengt, weswegen ihr auch ernsthaftere Beziehungen schwerfallen. Außerdem hat sie Probleme damit, zu vertrauen. Auch wenn sie viel mit M2 und seinem Freundeskreis zu tun hat, ähnelt sie diesen Leuten keineswegs. Sie ist tough und sarkastisch. Gerade deswegen merkt man oft nicht, was für eine sensible Seele in ihr steckt. Von vielen wird sie als jemand angesehen, der für nichts ernstes taugt. Entweder wird sie als Kumpel abgestempelt, oder als jemand, den man für eine Nacht gebrauchen kann. Doch daran stört sie sich selten. F2 ist außerdem eine talentierte Künstlerin und schätzt die Literatur.

Doch der Kontakt der Brüder sollte sich intensivieren, als beide ihr Studium antraten. M1 war durch den minimalen Altersunterschied schon ein Semester länger an der Mount Devon University. An dieser fühlte sich der junge Mann sehr wohl. Wenn es für ihn auch komisch war, nicht mehr in dem Haus zu wohnen, in welchem er aufgewachsen war. Es half ihm aber, dass dieses nur wenige Straßen von ihm entfernt war. Alles in allem schien es dort gut zu sein, er schien mit der Universität die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Allerdings sollte das zweite Semester mit weitaus mehr Stress beginnen.
Denn dort sollte er einen Mitbewohner auf sein Zimmer bekommen. Zunächst war er gespannt darauf, auch wenn es ihm Angst machte. Er verlor immerhin seinen Rückzugsort, wenn die Menschen ihm draußen zu viel wurden. Eine Angst, die berechtigt war. Als es so weit war, sah er auf einmal das Gesicht seines Bruders M2 in der Tür. Beide hielten es erst für einen Irrtum, versuchten aus dieser Situation herauszukommen. Vergebens. Ein Semester waren die jungen Männer gezwungen, sich ein Zimmer zu teilen. M1 dachte daran, wieder nach Hause zu gehen, doch die Blöße wollte er sich nicht geben. Selbigen Gedanken hatte auch M2 für einen Moment, bis ihm einfiel, dass es dort nur noch schlimmer war. Er glaubte daran, durchzuhalten.
Im selben Semester wie M2 beginnt jedoch auch F1 ihr Studium, ebenfalls an der Universität, an welcher die beiden Brüder sind. Ihre Vorfreude ist groß, sie selbst glaubt nämlich daran, dass das ein riesiger Spaß wird. Nicht nur hat sie sich das Studieren immer wahnsinnig toll vorgestellt, sondern sie kann von dort an auch mit ihrem besten Freund wieder mehr Zeit verbringen. Alles hätte so einfach sein können, wäre nicht auch M2 dort.. Zu Beginn dachte sie, man könne ja so oft es geht etwas außerhalb des Zimmers machen und ihn ignorieren. M1 eben auch so oft es geht, dort herausholen. Allerdings sollte es für sie nicht so einfach sein, wie gedacht, ihm aus dem Weg zu gehen. Denn ausgerechnet ihr Studienfach, welches sie widerwillen belegt hatte, zwang F1 zum Kontakt mit dem weniger geliebten Bruder. Dieser allerdings machte sich ein Spaß daraus. M2 mochte es, zu provozieren. Gerade weil er wusste, dass das seinem Bruder so gar nicht gefallen würde. Doch aus Provokation wurde doch recht schnell etwas Ernsteres, wovon beide überrascht waren..
F2 gilt schnell als abgeschrieben von M2, nachdem er immer wieder Versuche unternimmt, F1 in irgendeiner Art und Weise einzuwickeln. Was sie davon halten soll oder was genau ihr vermeintlicher On und Off Freund damit bezwecken will, weiß sie selbst nicht so genau. Doch ihr sollte es recht sein. Auch, wenn es sie irgendwo verletzt, dass er sich ihr gegenüber so benimmt, rennt sie niemanden nach. Dafür ist sie sich selbst zu Schade. Und auch wenn sie ihm eigentlich eher aus dem Weg gehen wollte, entschloss sie sich auf diese Party zu gehen, welche die älteren Semester immer für die Neulinge schmissen. Schnell führte genau dieser Entschluss dazu, dass sie sich in einem Streit mit M2 befand und die Feier dann doch wieder verließ. Dicht gefolgt von M1, denn dieser bemerkte, wie aufgelöst die junge Frau doch war. Etwas, was er ungern mit ansah. Bereit zu reden, war sie jedoch nicht unbedingt. Kein Grund für ihn, wirklich locker zu lassen, denn er erkannte, dass sie jemanden brauchte. Genau derjenige wollte er sein. Umso öfter beide miteinander Kontakt hatten, umso mehr tauten sie miteinander auf. Manchmal hatten sie sogar richtige Gespräche, wurden tiefgründiger und bemerkten, dass sie doch einige Gemeinsamkeiten hatten.

© @Passengers

Antworten Zuletzt bearbeitet am 13.08.2019 12:32.

Handlungen
Administrator

22, Weiblich

  Rollenspieler

Beiträge: 470

Re: Romanze — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 30.09.2019 21:15

68. Wenn man sich in jemanden verliebt, verfällt man oftmals in eine Art Rausch und fängt an, für wichtige Dinge blind zu werden. Man glaubt immer, die richtige Person gefunden zu haben. Jene, mit welcher man das ganze Leben teilen möchte. So glaubte auch Sie daran, mit ihrem Partner die Person gefunden zu haben, mit welcher Sie alt werden wollte. Sie war seit langem Mal wieder glücklich mit einem Mann, an ihrer Seite. Gerade das schien sie jedoch immer unvorsichtiger werden zu lassen. Ihr Vater hatte schon immer eher ein ungutes Gefühl, was die Liebschaften seiner einzigen Tochter anging. Denn zuvor war sie schon des Öfteren auf Männer hereingefallen, welche es nur auf das Geld der Familie abgesehen hatten. Ihr Vater hatte des Öfteren versucht, seine Tochter vor einem Fehler zu bewahren. Diese wollte jedoch nicht hören, glaubte nicht eine Silbe, die er ihr erzählen wollte. Doch gerade der Hochzeitsantrag, welcher schon nach einem halben Jahr kam, hatte ihn stutzig werden lassen. Er konnte ihm einfach nicht vertrauen und er wollte seine Tochter vor einem riesigen Fehler bewahren, wenn sie vor lauter Liebe keine klaren Ansichten mehr erfassen konnte.

 

Alle Versuche, die ihr Vater jedoch unternommen hatte, um sein Kind wieder in die richtige Spur zu bringen, waren erfolglos. Er war mittlerweile schon verzweifelt und entfernte sich immer weiter von seinem Kind. Irgendwann hielt er es nicht mehr aus und unterhielt sich mit seinem besten Freund über all das, was ihn momentan belastete. Dieser hatte ihm von einer Organisation erzählt, welche sich mit der Spionage beschäftigte. In all seiner Hoffnungslosigkeit hatte er dann beschlossen, sich an diese zu wenden. So wurde dem nichts ahnenden Vater dann ein Agent vorgestellt, welcher laut der Agentur perfekt für diesen Job geeignet war. Zunächst stieß der Fremde nicht unbedingt auf Begeisterung bei dem besorgten Mann an, doch nach einem Gespräch war es dann beschlossene Sache, er würde den Freund seiner Tochter observieren.

Doch: Wer genau war er? Wenn man es genau nehmen wollte, dann wusste er es wohl selbst seit einer Weile nicht mehr. Vor einiger Zeit verlor er seine Frau. Allerdings war es nicht auf die übliche Art und Weise, das Alter war längst nicht Schuld an alledem. Vielmehr ist sie von jemanden umgebracht worden. Das alles hat ihn in ein tiefes Loch gezogen. Es war ihm jedoch nicht möglich, all das zu hause ab zu sitzen. Er selbst musste aktiv werden und so hatte er beschlossen, Vergeltung auszuüben und dem Mörder seiner Frau das Handwerk zu legen. Also schloss er sich einer Spionage Organisation an, mit dessen Hilfe er sein Ziel nach einiger Zeit erreichen konnte. Doch er bemerkte, dass ihm das keinen Seelenfrieden brachte. Noch immer fühlte er sich innerlich leer. Doch diesen Job weiterzumachen und wenigstens auf irgendeine Art und Weise für Gerechtigkeit zu sorgen, half wenigstens ein bisschen..
Er wurde also angestellt, um den künftigen Schwiegersohn ein kleines bisschen mehr unter die Lupe nehmen zu können. Seine Rolle war in diesem Falle jemand, der der Sohn eines ehemaligen Freundes von seinem Auftraggeber war. Sie würden behaupten, dass diese schon seit längerem keinen Kontakt mehr hatten und sie sich somit nicht mehr an ihn erinnern konnte. Zunächst einmal war seine Anweisung, sich ihren Freund etwas genauer anzusehen. Also erwartete er vom Freund seiner Tochter, ihn etwas in der Gegend herumzuführen und sich seiner anzunehmen. Zwar lag dies nicht sonderlich im Interesse des Freundes, doch er machte es. Immerhin wollte er nichts machen, was sie wütend werden ließ. Auch, wenn das Ganze eher widerwillig war.
Doch nicht nur er gehörte zu seinen Aufgaben. Auch ihr sollte er etwas mehr auf den Zahn fühlen. So kam es, dass sich beide hin und wieder gemeinsam trafen. Erst ging es nur um die angebliche Unterstützung der Hochzeit, die er ihr angeboten hatte, um etwas mehr in ihrer Nähe sein zu können. Die Stimmung allerdings war zwischen beiden schon von vornherein etwas intensiver. Und auch gegen einen kleinen Flirt waren beide nicht abgeneigt. Vollkommen nachgeben konnte sie dem jedoch nicht, immerhin war sie verlobt. Sie liebte ihn. Allerdings verstanden ihr angeblicher Freund aus der Kindheit und sie sich nach und nach auch immer besser.


© @Passengers

Antworten

Handlungen
Administrator

22, Weiblich

  Rollenspieler

Beiträge: 470

Re: Romanze — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 26.11.2019 21:33

,,Wieso besorgst du dir nicht endlich ein neues? Oder lass doch wenigstens den Bildschirm reparieren", fragte mich mein Kumpel. In Gedanken versunken hob ich meinen Blick von meinem Buch, was ich gerade versuchte zu lesen, um ihn anzusehen. Pascal schien nicht zu verstehen, dass ich mich nicht unterhalten wollte, wenn ich las. Sonderlich fesseln tat mich das Buch ohnehin nicht. Ich sollte es nur für die Schule kennen. Don Quijote. Ein Klassiker wie Miss Beldina alle fünf Minuten im Unterricht predigte. Was interessierte es mich, dass der arme Mann zu viele Ritterbücher gelesen hat, weshalb er irgendwann Mühlen für Riesen hielt? Wollte sie uns damit vermitteln, dass zu viel Lesen auch schädlich sein konnte? Gray hätte mir bestimmt einen fünfstündigen Vortrag darüber halten können, warum ich dieses Buch unbedingt lesen sollte. Bestimmt hätte er mich auch zum Lachen bringen können, indem seine Argumente immer abwegiger wurden. Doch Grayson war nicht mehr da.
,,Hm?", fragte ich nach, da ich nicht richtig mitbekommen habe, was der Blondschopf von mir wollte. Er deutete auf das Handy, welches neben mir im Bett lag. Es hatte eine selbstgestaltete Hülle. Hellblau mit dunkelblauen Wellen, die sich bedrohlich vor dem Betrachter aufgebaut hätten - wenn die Handyhülle größer gewesen wäre. Diese war jedoch nicht der Grund, weshalb Pascal meine Aufmerksamkeit darauf lenkte. Es ging ihm um das spinnwebenähnliche Splittermuster, das den halben Display einnahm. Es war nicht das erste Mal, dass er mich darauf ansprach. Und trotzdem gab ich ihm immer wieder die gleiche ablehnende Antwort.
,,Ich komm damit klar. Ich brauche kein neues", gab ich von mir. Mit diesen Splittern verband ich so viel. Ich war nicht bereit loszulassen.

 

Flos Leben ist ein einziger Scherbenhaufen. Schon bevor er die Welt erblickte, stand sein Schicksal unter keinem guten Stern. Seine Mutter war noch sehr jung, als sie mit ihm schwanger war und wurde von ihrem Freund verlassen. Sie selbst war mit ihrem Sohn überfordert und versuchte mit der Trennung, die sie sehr beschäftigte, klar zu kommen. Ihre Mutter, Flos Oma, griff ihnen etwas unter die Arme. Die Mutter fand in der Zeit auch eine neue Liebe. Der Kerl verließ sie aber auch schnell wieder. Immer mehr fing die junge Frau an, an sich zu zweifeln und verfiel in eine Depression. Um ihren Sohn konnte sie sich kaum kümmern. Dieser hatte wenigstens seine Großmutter - bis diese an Altersschwäche starb. Das nahm die beiden ziemlich mit. Auch wenn Flo noch sehr jung war, musste er sich selbst ernähren und sich gleichzeitig um seine Mutter kümmern. Viel zu schnell hat er seine Kindheit hinter sich gelassen und sorgte stattdessen dafür, dass der Haushalt im geerbten Haus seiner Oma mehr oder weniger lief. Von den Nachbarn bekam er ab und zu etwas zu essen. Oder er klaute es. Als er alt genug war, fing er auch an zu arbeiten. Neben der Schule war das kaum zu bewältigen, doch er gab nicht auf. Seine Noten litten jedoch darunter.
Die Schule stellte ihm einen Nachhilfelehrer, einen Studenten namens Grayson, zur Verfügung, damit dieser ihm half, sich zu verbessern. Zunächst fanden die Stunden in der Schule statt, da sich Flo schämte, jemanden mit nach Hause zu bringen. Auch seine Freunde kamen nie zu ihm heim. Letztendlich schien Grayson jedoch dahinter zu kommen, dass etwas nicht stimmte, weshalb er ihn dazu überredete, sich bei Flo zu treffen. Er stellte fest, in welchen Zuständen der Schüler lebte und wollte ihn unterstützen, was Flo jedoch ablehnte. Er war Hilfe nicht gewohnt. Nur die Nachhilfe nahm er weiterhin in Anspruch und aus den beiden wurden gute Freunde. Wenn der Lernstoff geschafft war, unternahmen sie auch sonst gerne etwas zusammen. Schnell war klar, dass es nicht bei einer Freundschaft bleiben würde - trotz ihres Altersunterschieds. Grayson überraschte den Jüngeren mit einem Kuss, bei dem dieser sein Handy fallen ließ, sodass der Display etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nichtsdestotrotz war dies der Beginn einer wundervollen Liebe. Noch nie hatte Flo jemanden gehabt, der sich so sehr für ihn interessierte. Zum ersten Mal fühlte er sich leicht und verstanden. Der Student liebte ihn ohne Hintergedanken und sah so viel mehr Potenziale in ihm, als sonst jemand. Mehr als er selbst.
Nachdem Grayson sein Studium jedoch abgeschlossen hatte, sollte er anfangen, an Schulen als Lehrer zu unterrichten. Wie es der Zufall wollte, kam er an Flos Schule. Da ihr Verhältnis miteinander verboten war, trennte sich Grayson von dem Jüngeren, sodass dieser am Boden erschüttert war. Er brach den Kontakt ab, soweit es ging. Sein zersplittertes Herz konnte ihn aber nicht loslassen. Genauso wie sein Display noch immer von Splittern übersät war.

(c) @Silber22

Antworten
Erste Seite  |  «  |  1  ...  5  |  6  |  7  |  8  |  »  |  Letzte

« zurück zum Forum