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Mittelalter — private Rollenspiel-Handlungen

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Mittelalter — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 08.04.2017 16:35

M I T T E L A L T E R
private Rollenspiel-Handlungen

  

*Hier findest du die öffentlichen Handlungen zu dieser Genre*

#SPOILER#
Quellen:
https://allallthingsconformless.files.wordpress.com/2016/06/hound.gif
http://big.assets.huffingtonpost.com/Ygritte.gif
#ENDSPOILER#

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.04.2017 16:36.

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Re: Mittelalter — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 08.04.2017 17:35

1. In dem Königreich Merida regieren schon lange die Eltern von Mädchen. Demzufolge ist sie zwar die Prinzessin, fühlt sich jedoch in dieser Position nicht sonderlich wohl und sucht daher in Ausritten etwas Freiheit. Jeden Morgen reitet sie daher mit ihrem Pferd weg und kehrt rechtzeitig wieder zurück, sodass ihre Abwesenheit nicht auffällt. Bei ihren Ausritten hat sie sich selbst beigebracht mit Pfeil und Bogen umzugehen und zusätzlich ein paar einfache Kampftechniken erlernt. Eines Tages jedenfalls, als sie wieder einmal mit Pfeil und Bogen schießt, wird sie von Junge beobachtet. Er ist nicht adlig und kommt aus einer Unterschicht, ist aber sehr geschickt was das Kämpfen angeht. Die beiden kommen zufällig ins Gespräch, ohne dass ihre Tarnung auffliegt. Sie ist völlig fasziniert von ihm und sie tranieren schon bald zusammen. Später, bei einem Turnier wo es um die Hand von Mädchen geht, gewinnt Junge und wird vom König erst einmal zu sich ins Schloss eingeladen um dort die Prinzessin kennenzulernen und später zu heiraten, da das die Belohnung des Tuniers war. Was wird passieren?

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Re: Mittelalter — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 08.04.2017 17:37

2. Er ist ein Prinz und wird auch bald der Nachfolger seines Vaters sein. Der junge Prinz ist ziemlich arrogant und schätzt die „normalen" Bürger, beziehungsweise sein Volk, nicht. Die Welt dreht sich nur um ihn — so lautet seine Philosophie.
Eines Tages steht auch schon seine Krönung vor der Tür. Man organisiert einen Ball und dort taucht dann auch Sie wie aus dem Nichts auf. Der Prinz ist schon bei dem Anblick von ihr überwältigt und fordert sie zu einem Tanz auf. Noch weiß er nicht, dass sie nur aus einem normalen Bürgertum stammt. Was wird passieren?

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Re: Mittelalter — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 08.04.2017 17:45

3. X (weiblich) ist Zofe am Hofe seiner Majestät und hat die große Ehre seiner einzigen Tochter zu dienen. Das Leben ist gut und ruhig, der Alltag lässt alle Sorgen vergessen. Der König ist gütig und gerecht, Essen gibt es genug für alle, die Steuern sind so niedrig wie noch nie. Das Reich erlebt ein goldenes Zeitalter, eine Zeit des Wohlstands und des Friedens.
Doch eines Tages geschieht es! Die Kutsche der Prinzessen wird auf der Rückfahrt aus der Sommerresidenz angegriffen, eine Gruppe grimmig aussehender Männer ohne Wappen hält diese an und töten die Wachen mit Leichtigkeit. Als wenn das nicht schon genug wäre, kommt eine weitere Gruppe Männer hinzu, ganz in Schwarz gekleidet, ihre Gesichter vermummt. Diese tragen allerdings ein Wappen, es prangt auf einem großen weißen Grund auf ihren Umhängen: ein schlichtes Schild mit zwei gekreuzten Schwertern. Die erste Gruppe Männer ergreift sofort die Flucht, als diese Reiter auftauchen, welche zu einem geheimen Ritterorden gehören, der nur dem direkten Befehl des Königs unterstellt ist und von dem sonst niemand weiß. Y (männlich) ist ein Ritter dieses Ordens und ist einer Verschwörung auf die Schliche gekommen, jemand will die Tochter des Königs entführen und diesen zum Abdanken zwingen, denn nichts ist ihm heiliger als seine Tochter, nicht einmal die Krone! X gerät in das Netz aus Intrigen, Mord und Verschwörungen. Als sei dies nicht schon schlimm genug, wird das Reich nun auch von außen bedroht, die Nordländer beginnen damit Dörfer zu überfallen, Städte im Süden mit wichtigen Handelshäfen erklären ihre Unabhängigkeit. Zufall? Nein, das Getriebe der Verschwörung hat sich in Bewegung gesetzt und ein Zahnrad greift in das andere. X und Y müssen erkennen, dass die Verschwörung tiefer reicht, als sie je gedacht hätten, dass der Plan schon seit mehren Jahrzehnten reift und die engsten Vertrauten des Königs involviert sind. Können sie sich in dieser Zeit des Verrats und des Misstrauens gegenseitig vertrauen? Wer steht noch auf ihrer Seite und wer will ihren Tod? Werden sie es schaffen den König zu retten, die Verschwörung aufzudecken und das Reich vor dem Untergang zu bewahren? Eine dunkle Zeit ist im Begriff anzubrechen und es liegt an ihnen, diese abzuwenden. © @der_Ghostwriter

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.11.2017 15:33.

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Re: Mittelalter — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 08.04.2017 17:52

4. Wir schreiben das Jahr 1536.
Sie und er sind seit ihrer Kindheit befreundet und verbringen jede freie Minute zusammen, seit sie denken können stand fest, dass sie füreinander bestimmt sind und irgendwann miteinander verheiratet werden.
Doch so sollte es nicht kommen. Ein reicher Lord reitet eines Tages bei dem Bauershaus ihrer Familie vorbei und wird von einem Unwetter überrascht. Die Familie bietet ihm Schutz für die Nacht und auf diese Weise lernt der Lord sie kennen. Sogleich ist er angetan von ihrer Schönheit und ihren Auffassungen zu den Missständen im Reich. Von ihrer Klugheit überzeugt, beschließt der Lord, in ihr die Frau für seinen Sohn gefunden zu haben.
Trotz Bitten und Flehen ihrerseits, findet die Hochzeit statt und sie versucht vorerst - trotz Kummer und Schmerz - eine gute Ehefrau zu sein, doch wird sie nicht schwanger, wodurch ihr Mann in Wut und Hass versetzt wird, was er an ihr auslässt.
Währenddessen kämpft ihr wahrer Geliebter darum, beim Lord arbeiten zu dürfen, was er auch erreicht.
Der Ehemann wird immer brutaler und eifersüchtiger, malt sich aus, dass sie ihm fremd geht und durch ihren Ehebruch womöglich auch einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat, welcher für ihre Unfruchtbarkeit zuständig ist. Aus diesem Grund trägt er einem Bediensteten auf, sie zu bewachen. Und - wie es der Zufall will - ist es ihr Auserwählter. Eine heimliche, verbotene Liebe beginnt und ihr Geliebter kann alles verschleiern indem er stets dem Lord erzählt, dass sie mit niemandem gesprochen und nichts Falsches getan hat.
Nach einiger Zeit des Versteckspielens wird sie schwanger, doch kann das Kind nicht vom Lord sein, weshalb dieser die Initiative ergreift, er möchte das Kind beseitigen und sie wegen ihrer Untreue, sowie seinen Bediensteten aufgrund seiner falschen Aussagen, hängen.
Werden sie es schaffen zu fliehen? Werden sie den Fängen des grausamen Lords entkommen und wird ihre Liebe siegen? © @Linume

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Re: Mittelalter — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 08.04.2017 17:56

5. [Mann] ist der Kronprinz. Er sieht gut aus und wird, sobald sein Vater abdankt, einer der mächtigsten Männer des Landes. Doch um dies zu werden muss er heiraten und dafür sorgen, dass er einen männlichen Nachkommen zeugt, den nächsten König von Malrenza. Die Frau steht auch schon fest, es ist die Tochter eines befreundeten Königs. Um den ewigen Bund der zwei Königreiche sicherzustellen, wurde die Hochzeit der beiden Könige arrangiert. Der Prinz kennt zwar die Prinzessin, dennoch hegt er keinerlei romantische Gefühle für sie. Um sich ein wenig vor den Hochzeitsvorbereitungen zu drücken, geht er seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Jagen, nach. Doch dann wird er überfallen. Schon seit längerer Zeit treibt eine berüchtigte Räuberbande im Königreich ihr Unwesen. Doch von wem er überfallen wird, überrascht ihn. Eine hübsche, junge Räubertochter [Frau] attakiert den Prinzen um ihm sein Hab und Gut abzuknöpfen. Er will sie nicht verletzten, dennoch verteidigt er sich und nimmt sie gefangen. Zuerst hat er vor, sie seinem Vater zu überlassen, was bedeuten würde: Kerker und Hinrichtung. Allerdings bringt er das nicht über sein Herz, weswegen er beschließt, sie in seinem Zimmer zu verstecken und sie vor dem Tod zu bewahren. Was ihm ebenfalls eine Menge Ärger einbringen wird, sollte dies je ans Tageslicht gelangen. Erst weigert sie sich bei ihm zu bleiben, doch nach und nach ist sie ihm immer dankbarer, dass er ihr Leben verschont hat. Auch [Mann] ist darüber sehr froh, denn nie zuvor hatte er so eine schöne Frau gesehen, durch deren Adern kein blaues Blut fließt. Dennoch steht ihm immernoch seine Hochzeit bevor und [Frau] stellt plötzlich sein komplettes Leben auf den Kopf. Er weiß, wenn er sich für [Frau] entscheidet, kann dies ein Krieg zwischen den beiden mächtigen Königreichen auslösen, doch heiratet er die Prinzessin, so weiß er auch, dass er für ewig unglücklich sein wird. Welchen König will das Land? Einen glücklichen? Oder einen, der das richtige macht, aber sein Herz dafür verkauft? © @TrueStory

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Re: Mittelalter — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 05.05.2017 15:23

6. Er ist von der Königin, ihrer Mutter, ausgesandt worden und soll sie, die seit einem Schlossbrand verschollene Prinzessin, ausfindig machen und herausfinden, ob sie noch am Leben ist. Wenn ja, soll er sie auf Wunsch der Königin umbringen und ihren toten Körper ins Königreich bringen. Doch als er sie, die wahre Erbin des Throns, findet, ändert sich sein Plan und er will sie lebend ins Königreich bringen, damit sie den Thron besteigt.
Sie als Prinzessin ist der letzte Hoffnungsschimmer für das Königreich vor dem Krieg, den die Königin plant. Kommt sie mit ihm zurück in ihr Königreich oder bleibt sie in ihrem neuen und friedlichen Leben? Wird er sie davon überzeugen können, dass sie die letzte Hoffnung gegen ihre Mutter ist und er sie nicht töten wird? © @sammy2408

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Re: Mittelalter — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 03.10.2017 20:26

7. Es ist nicht einfach, die Tochter eines Diebes zu sein und das weiß Mädchen. Sie wuchs damit auf und hat an manchen Tagen sogar geholfen, wenn ihr Vater auf dem Marktplatz gestohlen hat. Oft war sie als Ablenkung da. Ihre Mutter? Die ist bei der Geburt verstorben und wusste damals nicht, dass der Vater stiehlt.
Jahre vergehen und aus Mädchen ist mittlerweile eine junge Frau geworden. Sie sieht ihrer Mutter zum verwechseln ähnlich, das denkt sich auch der rachsüchtige Graf, der damals auch wie Mädchens Vater um ihre Mutter warb. Doch er will das Mädchen nicht für sich, nein ganz und gar nicht, denn dafür ist sie ihm zu jung. Er will sie mit seinem ältesten Sohn verheiraten, dieser mag Mädchen schon seit sie klein waren. Er kann sich, anders als sie, eine Ehe gut vorstellen und ist von den Plänen seines Vater begeistert. Nur muss Mädchen einwilligen und diese ist gar nicht glücklich darüber, dass das alles hinter ihrem Rücken vorgeht. © @sammy2408

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Re: Mittelalter — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 03.10.2017 20:29

8. Gefangen im goldenen Käfig

[Frau] ist die Thronfolgerin in einer mittelalterlichen und ziemlich schweren Zeit für die Bevölkerung ihres Königreiches. Das Problem ist nur: Sie selber und auch ihr Zwillingsbruder bekommen von dem Ganzen nichts mit. Schon ihr ganzes Leben waren die beiden eingesperrt. Sie hatten alles, was sie sich nur wünschten, aber die Freiheit wurde ihnen verwehrt. Auch die ganze Fassade und die Ehrfurcht die alle, meistens sogar ältere, Mitmenschen vor ihr hatten, fand [Frau] schon immer lächerlich und wusste meist gar nicht wirklich damit umzugehen.Deswegen behandelte sie alle im Schloss gleich, was sich für eine Prinzessin eigentlich gar nicht gehörte. Doch das war ihre eigene kleine Rebellion, die allerdings immer wieder aufs neue von ihrem Vater unterdrückt wurde.
[Mann] hingegen lebt auf der armen Seite des Reiches, wie der Großteil des Volkes. Sein Vater starb als er jünger war, weil er und ein paar andere gegen das Königshaus rebelliert hatten. Sie wurden alle hingerichtet. Seitdem hat er drei Jobs, um sich und seine Familie ernähren zu können. Er und seine Mitbevölkerung haben über die Jahre hinweg einen Hass auf das Königshaus entwickelt, welches allerdings viel zu mächtig war, um es zu besiegen. Sie würden starke Verbündete brauchen, um einen Kampf auf sich nehmen zu können.
Wie das Schicksal es wollte trafen die beiden aufeinander. Er rettet sie vor einem Heiratsantrag, den sie nie im Leben annehmen wollte, gleichzeitig aber auch dazu als Thronfolgerin gezwungen war. Die beiden hauen miteinander ab.
Wie reagiert [Frau] darauf, wie es wirklich in ihrem Volk aussieht? Wie reagieren die Mitmenschen von [Mann] auf den königlichen Zuwachs? Und was entwickelt sich zwischen den beiden? Das alles ist den Rollenspielern überlassen. © @SophieEvaMarie

Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.10.2017 20:30.

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Re: Mittelalter — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 27.05.2018 11:38

9. I N T R O

Ich wurde als jüngste Tochter eines Königs geboren mit der goldenen, strahlenden Sonne in meinem Herzen und den stürmischen, ungezähmten Wellen des Meeres in meinen Lungen, zwischen meinen Rippen, die sich stetig ihren Weg durch meinen Adern wuschen. Mein Vater war weder sanft noch nett, jedoch brachte er mich so oft er konnte in einen Garten, so rar und schön wie ein Edelstein, der alle Farben des Regenbogens in seinen Facetten reflektierte. In diesem Garten, meinem eigenen Garten Eden, unberührt von den Schrecken der äußeren Welt, verbrachte ich die meiste Zeit meiner Kindheit.
Meine große Schwester hingegen trug die Last der Welt auf ihren Schultern, denn sie war diejenige die sich ihre Jugend lang darauf vorbereiten musste, einen anderen Prinzen zu heiraten um das Band, das die beiden Königreiche unserer Lande darstellte, zu stärken. Unsere Mutter erzählte uns jedoch, ungeachtet unserer verschiedenen Erziehungswege, jede Nacht die Geschichte der Entstehung unserer wunderbaren Welt, sowie der von Adam und Eva. Gottesfromm sollten wir sein, und vor allem dankbar für das, was uns von Gott, dem Herrn, einst gegeben wurde. Und wie dem Herrn, sollten wir stellvertretend den Männern in unserem Leben demütig sein, so wie ihr Volk ihnen demütig ist. Es war ein Kreislauf aus Geben und Nehmen, ein fairer Tausch um Schutz und Leben. Meine Schwester verinnerlichte, was unsere Mutter uns mitgab, während sie ihre Beziehungen, am uns entgegengestellten Hofe auffrischte und ich derweil meine Nase in die Bücher der königlichen Bibliothek steckte. Als wir ein gewisses Alter erreichten, erzählte uns unsere Mutter von Lilith, der ersten Frau Adams, die wie er selbst aus demselben Staub erschaffen und ihrem Mann aufsässig wurde, da sie die gleichen Rechte wie er einverlangte. Infolgedessen ihres Ungehorsams wurde sie zu einem Dämon und aus dem Garten Eden verbannt.
'' Sei niemals wie Lilith. '', warnte sie uns in diesen Nächten, zum Ende jeder schrecklichen Geschichte.
'' Lilith hat ihren Platz nicht erkannt und alles verloren. Sei wie Eva, aber niemals wie Lilith. ''

Die Jahre verstrichen und der Tag der Vereinigung zwischen meiner Schwester und dem Prinzen kam immer näher. Einige Nächte vorher kam meine Schwester jedoch auf einem Ausritt im Wald um ihr Leben, was das Königreich in seinen Grundfesten erschütterte. Es folgten äußerst dunkle Wochen für unseren Hof, gefüllt von Trauer und Angst. Es gab immerhin, abgesehen von dem Verlust meiner geliebten Schwester, keinen Garant mehr für die weiterführende Harmonie unserer beider Königreiche, denn der König forderte noch immer eine Braut für seinen Sohn. So dauerte es nicht lange, ehe ich ihm versprochen wurde.
An dem schicksalhaften Tag, als es Zeit für mich wurde, mein Königreich für seines zu verlassen, brachte mich mein Vater ein letztes Mal in einen Garten. Es war nicht meiner, nicht mein Garten Eden, sondern der königliche Garten seines Prinzen. Ausgelastet von Kummer, Sorge und Angst, traf ich dort seine Augen und er schenkte mir sein schönstes Lächeln. Sein Lächeln war strahlender, als das der Sonne an diesem Tag, und ich spürte wieder meine eigene in meinem Herzen und die Wellen meines Lebens schlugen im Takte meines Pulses durch die Wände meines Körpers, der sich über die letzten Tage angefühlt hatte wie ein leeres Haus aus weißem, hauch dünnen Porzellan. Ich war verliebt, bevor ich überhaupt wusste, was Liebe bedeutet. Er trat an mich heran, nahm meine Hand und küsste die Tränen von meinen Wangen, die davon herrührten, dass mein eigenes Meer vor lauter Farben und Emotionen über seinen Rand schwappte. Die kommenden Monate hielt er mich warm in der Nacht, leistete mir Gesellschaft bei meiner Arbeit im Garten, über den ich selbst Herrin sein durfte, und brachte mich in Berührung mit seinem Volk. Auch in dieses verliebte ich mich, und es liebte mich zurück.
Ich spürte das pulsieren der Stadt in meinem eigenen Herzen und somit entschied ich, meinem Prinzen bei der Verwaltung seines Reiches, nein, unseres Reiches, so wie er es mir jede Nacht im Schlaf zugeflüstert hatte, zu helfen. Ich wollte ebenso des Glückes Schmied meines Landes sein, wie mein Verlobter es war. Er ließ mir Einblicke in seine Arbeit, jedoch hatte ich keine Entscheidungsbefugnis. Nicht, solange ich nicht seine Königin war, so versprach ich es mir. Die Zeit verstrich und ich zählte die Sekunden zu unserer Vermählung, bis es endlich soweit war.
In der Nacht unserer Vermählung berührte er mich. Es fühlte sich zu Beginn schön an, doch es dauerte nur einen kurzen Moment, ehe es mir schmerzte. Ich sagte ihm, dass ich mich nicht Wohl fühlte und noch etwas Zeit wollte, doch er hörte nicht auf. Ich wehrte mich jedoch nicht, denn ich wusste genau, dass die Nacht der Hochzeit etwas war, dass sich nicht verschieben ließ.
Unsere weitere gemeinsame Zeit verbrachte ich alleine im Garten oder inmitten des Volkes, da er sich immer mehr in seine Arbeiten als frisch gewordener König hinein steigerte. Immer wieder versuchte ich, ihm etwas abzunehmen, mich an ihn heranzuwagen, doch er tolerierte mich nicht in den Angelegenheiten seines Königreiches, seines Volks. Es fühlte sich eigenartig an zu Anfang auf meinen Lippen, von 'unserem' Volk zu 'seinem' Volk zu wechseln, doch ich tat es ihm zuliebe. Seine Distanz erklärte ich mir damit, dass er sich alle Mühe der Welt gab, seine neuen Aufgaben richtig zu machen, und ich liebte ihn für diese Vorstellung nur noch mehr. Als ich mich an die Einsamkeit gewöhnt hatte, war auch bereits der kalte und feuchte Herbst des Landes eingebrochen und man erwartete im Volk langsam das Resultat unserer Hochzeitsnacht. Auch mein König begann sich Gedanken darum zu machen und so suchte er unser Bett nach Monaten der Stille wieder auf. Es schmerzte mir wieder, doch er war stumm für meine Bitten. Auch, als ich ungeduldiger damit wurde, meine Autorität über diese Ländereien zu erlangen, schickte er mich weg, bis zu den bitteren Tagen, die von immer heftiger werdenden Streitereien gezeichnet wurden.
Das waren dann auch die Tage, an denen ich mich entschloss, ihm kein Kind zu schenken, nicht, bevor ich ihm als Königin gleichgestellt war, so wie meine Mutter meinem Vater gleichgestellt zu sein schien. Niemals hatte ich davon gewusst, oder es mir auch nur erahnen können, dass das alles nur Fassade war. Doch ich hielt bitter an dieser Fassade, wie an einem Strohhalme am Rande eines reißenden Flusses, fest. Ich rief meine Beziehungen am Hof und meine Freunde im Volk ab, bis ich einen in meinem Leben wichtigen Kontakt kennenlernte. Der Apotheker unseres Königreiches braute mir, im Tausch für meinen beinahe unbezahlbaren Schmuck, Tränke, die mich schon in den kleinsten Mengen unfruchtbar machten. Auch war ich wegen meiner ungestümen Frustration nicht im Wissen, dass ich bereits sein erstes Kind trug, da ich niemals gelernt hatte wie man die kleinen Zeichen einer Schwangerschaft deutete. Dieses verlor ich nach kurzer Zeit der Einnahme, in einer Vollmondnacht über dem Boden des Waschraumes meiner Gemächer hockend. Da wir unser Bett nicht teilten, bekam er davon nichts mit und es blieb auch an mir in meinem Fieberwahn, die Blutlache vom Boden zu wischen, sodass niemand auf seinem Hofe Wind davon bekam. Wieder brach Stille und Einsamkeit in unser Liebesleben ein, an der dieses Mal nicht nur er Schuld war. In dieser Zeit wurde mir die Kunst ein Trost.
Der Frühling brach ein und mit der Rückkehr des Lebens in die Pflanzen meines geliebten Gartens, alles was ich in diesem Königreich wirklich für mich beanspruchen konnte, kehrte auch der König wieder zurück in meine Gemächer, um das Bett mit mir zu teilen. Er tat es immer wieder. Manchmal drückte er mich einfach wortlos zu Boden und nahm sich was er wollte. Ich schloss die Augen jedes Mal und ließ es passieren, im Endeffekt war ich ihm noch immer untergestellt und ich hatte schnell gelernt, dass ich dagegen nichts ausrichten konnte. Ich hörte auch, wie mein Name begann, in seinem Mund zu klingen. Eine submissive Frau. Wie eine Sklavin. Hirnlos. Unbelehrt. Eine Frau wie alle anderen. Und ich wusste ganz genau, ich war keines dieser Dinge. Ich war schon immer eine Frau wie keine andere.
Hilflos und allein, das war alles, was ich in dieser Zeit meines Lebens spürte. Ich wollte zurück an den Hof meiner Familie, es meinem Vater erzählen, doch ich fühlte mich nun schmutzig und unwürdig. Viel Zeit und Überwindung kostete es mich, ihn jedoch noch aufzusuchen, und ihm zu erzählen, wie es mir an meinem neuen Hof erging. Meine Worte fühlten sich wie Asche in meinem Mund an, falsch, nicht würdig seiner Ohren. Nach einer Weile der Stille und seiner ausdruckslosen Miene sprach er zu mir. Er sagte: '' Du bist dafür gemacht dich ihm zu unterstellen, wie alle Frauen ihren Männern. Es ist nichts falsch an dem, was er getan hat. Du hast es doch sowieso gewollt, oder etwa nicht? '' Nein, ich wollte es nicht. Doch mein Vater wollte mir nicht zuhören.Als ich an demselben Abend in meine Gemächer zurückkehrte, kullerten mir die Tränen das erste Mal seit einer Ewigkeit wieder wie Perlen über mein Gesicht und ich schmeckte sie auf meinen Lippen, da sie nicht zu enden schienen. So, wie ich sie schmeckte, hatte sie auch mein Ehegatte auf den Lippen getragen, als ich ihm das erste Mal in dem königlichen Garten begegnete. Es war ein schreckliches, mit nichts vergleichbares Gefühl.
Die skurrilsten Gerüchte machten sich breit darüber, weshalb ich ihm noch keinen Sohn geschenkt hatte und ich öffnete langsam die Augen dafür, wie dieses Land wirklich war. Meine Kontakte und Beziehungen welkten wie die Blumen in meinem Garten. Jeder trug eine Fassade, eine Maske, und während sich die oberen Schichten, die ich ausschließlich in meinem Leben gekannt hatte, in ihrem Reichtum labten, verhungerten Menschen in Armut an den angrenzenden Ländern. Hunger war etwas, was ich niemals gekannt hatte. Es ging mir so gut, dass ich es mir nicht ein mal habe erträumen lassen, dass es eine Kehrseite dieser Scheinwelt gibt. Wieder sammelte ich meinen Mut, so sehr, wie nie zuvor. Ich wollte ihnen beweisen, dass ich nicht wie alle Frauen war. Ich war geboren, um niemandem demütig zu sein, außer mir selbst.
Diesmal war ich es, die in die Gemächer meines vermeintlich liebenden Gatten trat, nicht verkehrt herum und forderte alles, wovon ich geträumt, und wofür ich gekämpft hatte. Ich drohte ihm mit den Tränken, die ich hatte, öffnete mich ihm gegenüber und alles traf ihn wie ein Schlag in sein Gesicht. Nach einem Moment der Stille verengten sich seine Augen und er erklärte mich für vogelfrei. Ich hatte 30 Minuten Zeit, die beiden Königreiche zu verlassen, denn er hatte in mir eine Hexe erkannt, eine, für die er mich nun hielt und verbannen wollte, ehe ich mit meinen Tränken und Machtansprüchen mehr Schaden in seinem Reich anstellen konnte. Doch die Wahrheit war, dass seine Männlichkeit alles war, woran ich erheblichen Schaden angerichtet hatte, und dieser war für einen Mann in einer Stellung wie seiner unverzeihlich. Ich stürmte aus dem Königshaus blind in irgendeine Himmelsrichtung, noch immer gekleidet wie eine Königin und lief um mein Leben. Denn ich kannte ihn nun gut genug, um zu wissen, dass mir die Hunde folgen würden. Wahrscheinlich wäre ich auch von den Hunden zerfetzt worden, hätten mich nicht mir fremde Männer auf ihren Pferden bei meiner Flucht verholfen. Sie brachten mich über die Grenze in das Land, das keinen Herren hatte, da niemand sich daran gewagt hatte, es zu zähmen. Ich begriff schnell, dass von ihnen keine Gefahr ausgehen konnte, dafür waren die Informationen, die ich ihnen geben konnte, zu wertvoll. Denn ich schien mich in einer Rebellion wiederzufinden. Als ich angenommen hatte, dass sich die unterste Schicht einfach ausbeuten ließ, hatte ich mich nämlich ziemlich geirrt. Es war auch ihr Vorteil, dass kaum jemand von ihrer bevorstehenden Rebellion wusste. Somit fand ich relativ schnell ein neues Zuhause - eins, in dem ich mich wirklich gleichgestellt und in keinster Weise hilflos fühlte. Mit den Jahren lernte ich auch, dass ein Kopfgeld auf mich ausgesetzt war, denn viele Familien fürchteten nun um ihre Kinder. Er hatte das Gerücht verbreitet, dass ich sie nämlich holen kommen würde, da ich keine eigenen bekommen konnte. Auch erfuhr ich, dass er sich ziemlich schnell eine neue Gattin angeeignet hatte, als Pluspunkt hatte er mit der Ehe zu ihr auch Verbündete im höheren Norden bekommen. Was er jedoch nicht ahnte, war, dass er nicht der einzige war, der seine Wunden leckte und sich für die kommende Zukunft wappnete. Denn ich wollte mich nicht zufrieden damit geben, dass er mir meine Ehre, mein altes Leben sowie meine Unschuld genommen und ein für alle mal begraben hatte.

S T O R Y L I N E

Nachdem (sie) bei der Rebellion aufgenommen wurde wird (er) ihr Aufseher. Seine Aufgabe ist es, sie für die Rebellion nützlich zu machen. (Sie) blockt alle Personen männlichen Geschlechtes aufgrund ihres Traumas ab, weshalb es zunächst Barrieren bei der Zusammenarbeit von beiden gibt. Außerdem gibt es auch Personen im Lager, die ihr nicht vertrauen und welche es davon zu überzeugen gibt, dass sie nicht als mögliche Spionin eingeschleust wurde. Die Rebellion an sich ist auch noch nicht bereit, da sie größtenteils aus ungeschulten und nicht kampffähigen Bürgern der Mittel- und Unterschicht besteht, weshalb es an ihr und ihrem Aufseher liegt, neue Rekruten aufzutreiben und noch viel schwieriger Experten, die sich bereit erklären, bei der Bewaffnung und dem Training einer durcheinandergewürfelten Meute zu helfen. Auch wenn es nicht immer einfach wird und vorallem für jede Partie entmutigend, schweißt alle jedoch ein einziges Ziel zusammen: Der Fall eines ganzen Königreiches.
© @alaskanmeatgrinder


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