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Drama — private Rollenspiel-Handlungen

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Handlungen
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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 01.03.2020 13:49

99. Being nice gets you nowhere.

Er konnte nicht davon sprechen, dass ihm in seinem Leben auch nur irgendwas in den Schoß gefallen war. All das, was er in seinen jungen Jahren erreicht hatte, hatte er sich hart erkämpfen müssen, so schwer es hin und wieder war. Doch er konnte mit Stolz behaupten, es irgendwie hinbekommen zu haben. Ohne die Hilfe, irgendeines Fremden. Noch in seiner Schulzeit war er kurz davor, auf die schiefe Bahn zu geraten und einen Weg zu gehen, der unbekannte Ausmaße gehabt hätte. Eines war klar, wenn er diese Richtung eingeschlagen hätte, dann wäre ihm wirklich nichts Gutes widerfahren. Von seinen Eltern hatte er damals, als sie noch lebten, keine Unterstützung erwarten können. Die einzige Person, welche jederzeit für ihn da war, welche ihm immer gut zugeredet hatte, das war seine Oma. Beide hatten stets ein richtig gutes Verhältnis zueinander. Auch wenn die alte Dame nie ganz verstehen konnte, warum sie ihrem einzigen Enkel nicht anders hatte helfen können. Sie war jedoch Stolz, was aus ihm geworden war. Als der junge Mann dann geschäftlich nicht in der Stadt war, traf ihn der Schlag. Er bekam einen Anruf, welcher ihn beinahe den Boden unter den Füßen wegriss. Ein Notar war am Telefon, welcher ihn über den Tod seiner Großmutter in Kenntnis setzte. Diese Information traf ihn schwer, doch sie sollte nicht die einzige Überraschung bleiben. Bei der Testamentsverlesung wurde ihm mitgeteilt, dass er das Haus seiner Großmutter erbte, ebenso wie ihr restliches Vermögen. Natürlich lehnte er nicht ab. Zum einen verbesserte er seine Situation damit etwas, zu einem viel größeren Teil hatte er das Gefühl, so seiner Oma etwas näher zu sein. Gerade aber, als er sich dort einleben konnte, sollte die Ruhe in seinem neuen Heim auch schon vorbei sein.. Schon als junge Teenagerin hatte sie damit begonnen, schlechte Entscheidungen zu treffen. Hierzu fühlte sie sich gezwungen, denn ihre Eltern waren zu keinem Zeitpunkt für die Frau da gewesen. Es hatte mit kleineren Delikten begonnen und hatte nach einer Weile Skrupel verloren. Den Anfang hatte sie nur mit winzigen Ladendiebstählen gemacht, um eine Kleinigkeit zu essen zu haben. Zwar war ihr damals schon bewusst, dass das nicht in Ordnung war. Doch ihre Eltern sorgten auch nicht gerade für einen vollen Kühlschrank und das, obwohl sie die finanziellen Mittel hatten. Sie hatten ein kleines Vermögen, waren viel auf Reisen.. ihre eigene Tochter, die war dabei fast vergessen. Nach einer Weile waren es keine einfachen Diebstähle mehr, welche sie zu verantworten hatte. Man konnte meinen, dass ihr das nicht ausreichte. Sie machte Menschen aus, welche Geld hatten und tat einiges, um sie ein wenig davon erleichtern zu können. Aber sie behielt nicht alles, sie spendete auch. Es war in ihren Augen nicht gerecht, dass manche einfach alles hatten und viele dafür gar nichts. Und wieder hatte sie sich auf etwas eingeschossen. Sie bekam von einem Todesfall mit, in welchem es nur einen Erben gab. Ein Haus und ebenso etwas Geld waren es, was er bekommen würde. Dabei glaubte sie, leichtes Spiel zu haben, und hatte auch schon rasch einen Plan, welchen sie in die Tat umsetzen wollte.. Als sie dann also plötzlich mit einem Testament vor seiner Tür steht, sollte es für ihn eine ganze Weile nicht mehr ruhig werden. Sie selbst war an genügend Informationen herangekommen, um all das gut genug zu verkaufen. Vorgestellt hatte sie sich als jemand, der seine Großmutter mal über einen Zeitraum gepflegt hatte und ihr ebenso einen Teil des Erbes versprach, wie ihm. Er allerdings hatte niemals von ihr gehört oder ein Anzeichen auf ihre Existenz vernommen, was ihn selbst hat skeptisch werden lassen. Ihre Arbeit schien jedoch für sich zu sprechen. Ein Richter schenkte der jungen Frau seinen glauben und erteilte ihr somit auch die offizielle Erlaubnis, sich das Erbe mit dem Enkel der verstorbenen Dame zu teilen. Das aber sollte lange nicht alles gewesen sein, denn sie benahm sich gegenüber ihm wirklich unausstehlich. Kein Wunder, sie wollte ihn loswerden, doch er musste freiwillig das Haus verlassen. Zwar tat sie viel, aber sie würde nicht über Leichen gehen. Seine Zweifel verließen ihn nicht, im Gegenteil, sie stiegen stetig an. Immer öfter gerieten die beiden aneinander, die Spannung zwischen den beiden Wuchs. So sehr, dass sie sich eines Nachts wegen eines heftigen Streits näher kamen. Sofort danach kochten in ihm Schuldgefühle auf, vertrauen konnte er dieser Frau nämlich lange nicht. Allerdings war diese neue Spannung zwischen den beiden jetzt auch noch etwas, was zwischen ihnen stand und immer wieder zum Verhängnis wurde. Bei ihr hing der Plan am seidenen Faden. Wenn sie ihm tatsächlich die Wahrheit sagen würde, glaubte sie, würde sie ihn verscheuchen. Und ihm war nicht bewusst, was er machen sollte, wenn er mit seiner Annahme wirklich richtig lag.

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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 01.03.2020 13:50

100. Get lost with me.
Mittlerweile war die Menschheit an einem Punkt angekommen, an welchem sie in so vielen Dingen einfach unglaubliche Fortschritte gemacht hatten. Smartphones, Computer und andere Technologie, waren einfach nicht mehr das, was sie einmal waren. Auch die Medizin hatte sich weit entwickeln können. So gab es viele Krankheiten, die man vor 100 Jahren nicht einmal im Traum dachte, irgendwann heilen zu können. Doch zum heutigen Zeitpunkt waren diese Dinge einfach möglich. Es gab so viele Sachen, die sich eben verändert hatten. Man konnte jedoch nicht davon sprechen, dass Menschen dies in ihrer Persönlichkeit auch taten.. Y hatten sich im Laufe ihres Lebens schon sehr viele Hürden in den Weg gestellt. In frühen Jahren ihrer Kindheit hatte die junge Frau bereits ihre Eltern verloren. Dies war auch der Grund, warum sie sich damals in der Schule immer hatte zurückgezogen. Sie befand sich in einer Phase, in welcher sie eigentlich nur von allen in Ruhe gelassen werden wollte. Allerdings bedeutete das nicht, dass irgendwer in ihrer Umgebung deshalb wirkliche Rücksicht auf sie genommen hatte. Denn einige Kinder damals waren der Meinung, mit Sprüchen auf ihr herumhacken zu müssen. Schon früh verstand sie, wie grausam junge Menschen doch sein konnten, und so beschloss sie, sich selbst nicht mehr als das Opfer darzustellen, welche andere in ihr sahen. Y aber hatte dies nicht mit neuem Selbstbewusstsein gezeigt, sondern damit das sie selbst auch in der Lage war, fies zu anderen zu sein. Mit dieser neuen Persönlichkeit schlug sie jedoch allmählich über die Stränge. Sie gab nicht nur verbal auf gleichem Niveau zurück, wie andere es getan hatten, sie war definitiv mit allem schlimmer. Diese Wendung in ihrem Wesen hatte ihr auch einen neuen Freundeskreis verschafft. Ihr war damals schon bewusst, dass das keine richtigen Freunde waren. Doch sie dachte, besser falsche Freunde, als gar keine Freunde. Und so hatte sie sich immer weiter in den Abgrund ziehen lassen. Wollte immer einen drauf setzen, um ja nicht den Anschluss zu verlieren. Umso älter sie jedoch wurde, umso mehr verstand sie, was sie alles mit ihrer Art und Weise angerichtet hatte. Dass das Verhalten, welches sie an den Tag legte, ernsthafte Konsequenzen für den einen oder anderen hatte. Erwachsen werden bedeutete eben auch, sich Fehler einzugestehen. Ihr Gewissen war deswegen jedoch lange nicht bereinigt. Die Vorwürfe, die sie sich von Tag zu Tag machte.. hatten auch Auswirkungen auf sie selbst. So kam es, dass Y immer mehr mit ihren Dämonen zu kämpfen hatte. Depressionen und schlaflose Nächte gehörten mittlerweile einfach zu ihrem Leben. Sie war ratlos, wusste nicht, wie sie weiter vorgehen sollte. Y wollte sich wieder besser fühlen. Aber wie stellte man das in einer solchen Situation nur an? Eines Nachts dachte sie krampfhaft an eine der Dinge, die sie selbst angestellt hatte. An eine Person, welcher sie damals unrecht getan hatte. Ehe sie sich versah, war sie Vor Ort. In ihrem erwachsenen Körper und sah sich selbst. Kurz, bevor sie diesen Mist hatte verzapfen wollen. Sie war in der Lage, mit sich zu sprechen, in die Vergangenheit zu reisen und ihre Fehler wieder auszubügeln.. Jedoch sollte man sich fragen, inwiefern es gut war, die Vergangenheit zu ändern .. Wenn man jedoch an die Vergangenheit von X denkt, steht man dieser mit eher gemischten Gefühlen gegenüber. Die ersten Jahre seines Lebens wuchs dieser nämlich in einem Heim auf, jedoch hatte er das Glück, irgendwann von einem jungen Ehepaar adoptiert zu werden, welches keine eigenen Kinder bekommen konnte. Nach einer gewissen Zeit, wusste er jedoch nicht, ob er dies noch als einen positiven Faktor ansehen sollte. Denn seine Adoptiveltern bereiteten ihm ordentliche Schwierigkeiten. Ihnen war es besonders wichtig, mit welchen Noten er nach Hause kam, so war seine Freizeit eigentlich eher damit gefüllt, zu lernen und zum Nachhilfelehrer zu gehen. In ihren Augen funktionierten diese Methoden auch meistens, immerhin schaffte er es somit sogar, eine Klasse zu überspringen. Stolzer schienen seine Eltern nie auf ihn gewesen zu sein, auch wenn sie nicht sahen, wie sehr ihn das alles verausgabte. Allerdings bemerkte er schnell, wie schlimm es für ihn war, eine Klasse überspringen zu müssen. Nicht nur, weil der Unterricht noch viel einnehmender und kräfteraubender für ihn war, sondern auch weil er jetzt in der Klasse von Y war. Er kannte diese zuvor nur vom sehen und war sich eigentlich sicher, sie wäre nicht so, wie ihr Ruf vorauseilte. In diesem Punkt sollte X sich jedoch geirrt haben und dies auch schon bald merken. Kaum war jener nämlich neu in der Klasse, hatte das junge Mädchen sich nahezu auf ihn eingeschossen. Wie er sich aus dem Ganzen entziehen konnte, war diesem jedoch nicht bewusst gewesen. Und so fiel er in ein Loch. Er zog sich immer weiter von seinen Eltern zurück, von seinen Freunden und auch seine Noten wurden schlechter. Jedoch hatte das alles nicht nur Auswirkungen auf seine Vergangenheit. Seine Probleme, die diesbezüglich ausgelöst worden, sollte er auch noch in seine Gegenwart mitnehmen. So kam es, dass der junge Mann in seinem frühen erwachsenen Leben kaum etwas hatte. Zu seinen Adoptiveltern hatte er den Kontakt abgebrochen, weil er das Gefühl hatte, jenen nicht mehr in die Augen gucken zu können. Seinen Abschluss hatte er gerade mit biegen und brechen geschafft und sein Job? Dieser war keiner, auf welchen man wirklich Stolz sein konnte. Y stellte nach und nach fest, dass sie diese Fähigkeit wirklich zur Verfügung hatte und was genau sie mit allem doch anstellen konnte. Sie sah eine Chance, Fehler, die sie in der Vergangenheit gemacht hatte, wieder gut machen zu können. Und dies nutzte sie auch zur Genüge. Jedoch hatte sie nicht sehen können, was das alles für Auswirkungen haben konnte. Dass diese Konsequenzen der Dinge vielleicht nicht immer nur etwas Gutes mit sich brachten. Manchmal änderte man Dinge aus der Vergangenheit und die Auswirkungen, die sich in der Gegenwart ausbreiteten, waren nur noch schlimmer als die zuvor. Sie sah jedoch auch keinen Grund, ihre Fehler nicht weiter ausbügeln zu wollen. Wieso auch, wenn sie ihr Gewissen damit bereinigen konnte? Schon eine ganze Weile hatte Y nicht mehr an X gedacht. Trotz dessen das sie wusste, was sie ihm damals angetan hatte, hatte sie die Ausmaße des Ganzen nicht einmal im geringsten vorstellen können. Jetzt aber sollte sie mit alledem konfrontiert werden, als sie ihn wie durch einen Zufall sah. Sie bemerkte nicht nur, wie sehr er unter ihr litt und was das alles für Konsequenzen für den jungen Mann zu haben schien .. Sie bekam es mehr oder minder auch am eigenen Leib zu spüren. Als sie versuchen wollte, mit ihm zu sprechen, gerieten beide in einen fürchterlichen Streit. Immerhin hatte X die Person gesehen, die für sein ganzes Leid schlussendlich die Verantwortung getragen hatte .. Dieser Streit hatte die junge Frau sehr mitgenommen. Wieder einmal saß sie bei sich Zuhause und machte sich ihre Gedanken zu dem, was mit X geschehen war. Vor allem aber, was sie damals mit ihm gemacht hatte und wie es dazu gekommen war, dass das aus ihm geworden war, was sie vorhin gesehen hatte. So fand sie sich nach intensivem Nachdenken wieder in der Situation, in der sie die Handhabe hatte und einiges verändern konnte. Dies nutzte sie wieder. Wie sich das Ganze jedoch verändern sollte, war eindeutig verwirrend für Y.. Denn als sie wieder zu sich kam und in der Gegenwart war, wachte sie urplötzlich neben X auf..

 

© @courage.

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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 04.04.2020 21:37

101. Who can you trust?

Ich hatte dich gewarnt. Früher oder später musste es dazu kommen und nun war es soweit. Jemand wie wir hatte doch keine Chance bei jemandem wie ihn. Anstatt deine sichere Stelle zu behalten, hast du alles riskiert, um bei ihm zu sein. Und wozu das Ganze? Um nun am Galgen zu stehen und auf deinen Tod zu warten. Schwer lag das dicke, kratzende Seil um deinen Hals und deine Haut schimmerte bleich vor Angst und Enttäuschung. Wenn du auf mich gehört hättest, hätte das nicht passieren müssen. Aber ich war dir ja nicht gut genug. Stattdessen sehnst du dich nach jemandem, der außerhalb deiner Reichweite war. Jemandem, der dich in den Tod stürzen ließ, wenn es brenzlig für ihn wurde. Einen feinen Kerl hast du dir da ausgesucht. Schön, angesehen, reich - und ohne Skrupel.
Nicht nur ich war Zuschauer des Spektakels. Auch er beobachtete dich bei deinen letzten Atemzügen. Eure Blicke trafen sich. In deinem lag nur eine einzige Frage: Warum?, es kamen jedoch keine Worte über deine Lippen. Und er? Am liebsten hätte ich ihm einen Dolch in sein Herz gestoßen für diesen entschuldigenden Blick. Forderte er wirklich, dass du ihm verzeihen würdest? Er hätte nur ein Wort von sich geben müssen, um diese schaurige Farce zu beenden. Der Feigling tat jedoch das, was er am besten konnte. Er kniff.
Der Henker trat auf, wofür die Menge einen schallenden Applaus anstimmte. Sobald sich seine knorrigen Finger jedoch um den abgestumpften Hebel legten, der dein Leben bestimmte, verstummten die Menschen. Eine erwartungsvolle Stille trat ein. Dein Geliebter kniff die Augen zu, als könne er es nicht ertragen, dich sterben zu sehen. Er hätte es verdient, dich zu verlieren. Er sollte in Verzweiflung zugrunde gehen.
Aber ich wollte dich genauso wenig verlieren.
Als der Henker den ächzenden Hebel umlegte und du japsend hättest fallen müssen, trat ich in Aktion. Ich teilte die Menschenmassen mit einem Luftstrom, mit dem ich auch dich erfasste und schweben ließ. Erschrocken rangst du nach Atem. Die Menge kreischte aus Angst vor dem Unerklärlichen. Meine Windmagie zerteilte den Strick und ich ließ dich sanft auf den hölzernen Boden der Galgen Bühne nieder. Wachen stürmten auf mich zu, doch ich schaffte es ihnen auszuweichen. Lange würde es jedoch nicht dauern, bis sie Verstärkung holen würden. Wir mussten fliehen und zwar sofort. Starr standest du jedoch da und fixiertes ungläubig den Mann, der dich hätte sterben lassen. "Janousch! Lauf!", brüllte ich dir über die aufgehetzte Menge zu und endlich setztest du dich in Bewegung.

Die beiden Kindheitsfreunde, Janousch und Damian, suchten Arbeit, die sie schnell am Hofe ihres Königs gefunden haben. Dort traf Janousch des öfteren auf den Sohn des Königs, Prinz Valentin. Schnell verfiel er ihm und auch Janousch gefiel dem Prinzen. Sie begannen sich heimlich zu treffen und sich näher zu kommen, was Janousch natürlich seinem besten Freund verriet. Damian war davon jedoch wenig angetan. Er war eifersüchtig auf Valentin, da er selbst schon lange an Janousch interessiert war, und traute dem Prinzen auch nicht richtig über den Weg. Er riet Janousch, sich vom Prinzen fernzuhalten, da es sonst noch ein Unglück geben würde. Dieser wollte von Liebe geblendet jedoch nicht auf ihn hören.
Schließlich wurden die Verliebten zusammen erwischt, wobei Valentin behauptete, er wäre von Janousch bedrängt worden, um wegen dieser Schande nicht enterbt zu werden. Der Angeklagte wurde wegen diesem Vergehen und der Sodomie zum Tode verurteilt. Im letzten Moment konnte Damian ihn jedoch mit seiner Magie retten, wobei er seine geheime Identität als Zauberer aufgab. Hexerei wurde gefürchtet und verachtet, sodass nun auch sein Leben in Gefahr geriet. Zusammen flohen sie.
Werden sie entkommen oder wird man sie noch fassen? Wird Valentin ihnen folgen? Wie wird Janousch reagieren, wenn er erfährt, dass Damian derjenige war, der die Liaison verraten hatte?

© @Silber22

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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 04.04.2020 21:39

102. Trust is a dangerous Game.

 

In der heutigen Zeit gehörte es wohl eher weniger zum Standard, seine eigenen Gedanken, Gefühle oder Erlebnisse in Textform zu verfassen. Und wenn, dann gehörte es wohl eher zu dem üblichen, dies in einem Blog im Internet zu posten oder aber in irgendein Schreibprogramm auf dem eigenen Computer zu tippen. Die Variante des Tagebuchs war wohl eher altmodisch und dies behielten sich wohl eher weniger Menschen als Option, wenn sie denn überhaupt etwas aufschreiben wollten. X gehörte jedoch noch immer zu den Menschen, welche sich mit diesem alten Medium vertraut fühlten. Das war schon immer so gewesen. Allerdings stieß dies nie sonderlich auf Anklang. Denn seine Eltern meinten, dies würde nicht "Männer-Typisch" sein. Generell war er nie so, wie sie sich ihn vorgestellt hatten. Quasi eine reine Enttäuschung. Und das war wohl der Beginn dazu, dass sein Leben so chaotisch wurde, wie es das mittlerweile war. Es sollte jedoch nur der Beginn seiner misslichen Geschichte sein.. Aufgrund dessen, was ihn zu Hause erwartete, entwickelte er starke Minderwertigkeitskomplexe. Es führte außerdem dazu, dass er immer das Gefühl hatte, die Menschen würden schlecht über ihn reden, wenn sie einmal tuschelten. Er redete sich regelrecht immer ein, dass das dann auch so wäre, da seine Beliebtheit noch nie sonderlich groß gewesen war. Egal wie oft seine zwei einzigen Freunde versuchten, ihn aus seinem Loch zu ziehen.. wenn irgendetwas Schlimmes passierte, war er nur noch umso tiefer wieder hineingefallen. Lange fühlte es sich so an, als würde es keinen Ausweg aus seiner Situation geben. Doch wo Schatten war, war auch Licht. Nachdem er also mit der Schule fertig gewesen war, bewarb er sich bei mehreren hoch angesehenen Firmen. Auch wenn er dachte, es gäbe keine Chance angenommen zu werden, erntete er positive Resonanz und wurde zugleich auch bald schon fest angenommen. Dies sorgte schnell dafür, dass er es sich leisten konnte, aus dem grauenhaften Gebäude zu fliehen, welches sich sein Elternhaus nannte. Er konnte in eine Wohnung ziehen und fühlte sich zum ersten Mal frei. Es bedeutete jedoch nicht, dass er jetzt auch frei von seinen Ängsten war. Und schon gar nicht war er frei von dem, was ihn nur noch weiter hinunter zog. Auch, wenn er jetzt nicht mehr bei seinen Eltern lebte, versuchten sie ihm noch immer das Leben zur Hölle zu machen. Und so rosig es zunächst auf der Arbeit aussah, dies schlug sich auch nach einiger Zeit um. Mobbing, weil er anders war, als es die anderen dort waren. Das war vielleicht eine Sache, mit der er Umgang finden konnte. Was aber viel schlimmer war, war das er ein Gespräch mitbekommen hatte, was eindeutig nicht für seine Ohren bestimmt waren. Schon seit etlichen Jahren betrog die Firma ihre Kunden um Unsummen. Es ging darum, wie man noch mehr Profit aus den dümmlichen Kunden schlagen konnte, natürlich unbemerkt. Natürlich warf dies noch einige andere Dinge auf, welcher man der Firma vorwerfen konnte. Doch wie sollte X jetzt damit umgehen? Er wusste nicht wie und schrieb es, wie immer, in seinem Tagebuch nieder. Dort standen alle Dinge drin, die ihn belasteten. Gräueltaten, welche seine Eltern ihm angetan hatten. Hänseleien in der Schule. Beobachtungen, die vielleicht nicht für jeden gut wären, würden sie an der Öffentlichkeit sein. Und jetzt auch das, was er über seine Firma in Erfahrung bringen konnte. Jedoch waren die Worte nur für ihn bestimmt, für niemand anderen. Y bemerkte jedoch, dass ihr bester Freund sich in der letzten Zeit nur noch weiter entfernte und noch mehr in sich selbst gekehrt war, als er es sonst war. Sie machte sich, wie eigentlich stetig, große Sorgen um ihn. Aber wie sollte sie ihm helfen? Sie war zwar eine Vertraute, doch irgendwie war sie auch Unsichtbar. Immerhin verstand X nicht, wie viel Bedeutung er für Y hatte. Wie konnte er auch? Er sah die Welt zumeist eher Schwarz und Weiß, seltener war sie bunt. Und Y wusste nicht, wie lange sie sich das noch mit angucken konnte. Es musste doch irgendwas geben, was ihm helfen konnte.
Haunted by Things we don't say.
- und plötzlich wurde alles anders.
In einem unbemerkten Moment krallte sich Y das Tagebuch von X. Sie ging die Seiten kopieren und sprach mit einem Verlag. Und tatsächlich, da einige Dinge für die Öffentlichkeit von Relevanz waren, immerhin lebten sie ja auch eher in einer Kleinstadt, war auch der Verlag daran interessiert, die Geschichte des jungen Mannes zu veröffentlichen. Unter dem Namen: Haunted by Things we don't say. - wurde das Buch tatsächlich veröffentlicht. Die Identität von ihm mittels eines Pseudonyms geschützt. Doch die meisten konnten sich denken, von wem die Worte stammten. Und genau das veränderte sein Leben von Grund auf. Manche Dinge wurden besser, einige schlimmer. Wer aber das Tagebuch von X veröffentlicht hatte, das wusste er selbst einige Zeit nicht. Ein Grund, weswegen auch die Beziehung zwischen X und Y auf die Probe gestellt werden würde.

© @courage.

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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 04.04.2020 21:44

103. He took the midnight train going anywhere.

 

Laute Sirenen schallten durch die gesamte Nachbarschaft. Es war gerade einmal 4 Uhr Morgens, als die Löschfahrzeuge anrückten und den Großbrand unter Kontrolle bekommen mussten. Überall stieg dunkler Qualm empor und die Straßen waren längst nicht mehr zugänglich. Das alles passierte nur, wegen eines dummen Unwetters. Der eingeschlagene Blitz trug die Schuld daran und doch konnte Frau diese Erklärung nicht als plausibel ansehen. Vielleicht hatten die Feuerwehrleute gute Arbeit geleistet, dies brachte ihr ihre Eltern jedoch auch nicht wieder. Die einzigen, die bei diesem tragischen Ereignis ums Leben gekommen waren. Ebenso aber gab sie sich auch selbst die Schuld daran, da sie nicht zu Hause war. Eigentlich wollten ihre Mutter und ihr Vater ihren 18 Geburtstag mit ihr feiern. Sie aber war so egoistisch und wollte lieber mit ihren Freunden ausgehen, als Zeit mit ihren „uncoolen" Eltern zu verbringen. Etwas, was sie seither noch immer stark bereut. Noch heute verfolgt sie der Vorfall. Das Sirenengeräusch kann sie nur schwer ertragen. Unvorteilhaft, wenn man mittlerweile in einer Stadt lebt, bei welchen dies zum Alltag gehört. Doch sie fühlt sich dort wohl. Wohler zumindest als dort, wo sie hergekommen war. Dort erinnerte sie zumindest nicht mehr tagtäglich alles an ihre verstorbenen Eltern. Eigentlich war er nie diese Art von Mensch gewesen, welche sich über das Leben beschweren und sich dort Probleme machten, wo gar keine gewesen waren. Doch wenn man immer mehr Situationen erlebte, die auf den ersten Blick nicht so schlimm waren, die einem immer nur Häppchenweise präsentiert wurden, wurde man wohl zu genau zu so einer Sorte von Mensch. Stets ist in den eigenen Augen alles weniger Bunt, als es das zuvor gewesen war. Wenn man in einem Dorf wohnte, waren gerade gewisse Berufsgruppen nicht sonderlich stark vertreten. Da Man(n) als Gesangs und Musiklehrer arbeitete, gehörte auch er eher zu den Leuten, die kaum eine Alternative hatten. Was also machen, wenn man einen neuen Chef bekommt und dieser total ätzend ist? Er wollte nicht einfach das Feld räumen. Also verharrte er. Nach und nach merkte er aber, wie Kräfte ziehend dies war. Sein Chef nahm ihn nicht für voll und dementsprechend behandelte er ihn auch. Und das war nicht das einzige, was an seiner Substanz nagte.
Manche würden dies vielleicht als Banalität betiteln. Doch auch wenn er nicht mehr zu Hause wohnte, durfte er jeden Tag bei seiner Mutter antanzen. Diese lebte mittlerweile allein. Sie war eine Meisterin darin, zu manipulieren. Und so schaffte sie es täglich von ihm "bedient" zu werden, wenn man das so nennen konnte. Wenn er versuchte ihr zu erklären, dass sie die Wäsche doch auch genauso gut allein machen konnte, regnete es Vorwürfe, gespielte Enttäuschung und Trauer ihrerseits. Für einige mögen diese Dinge einfach nur zu belächeln sein. Das Ausmaß von allem war ihm einfach zu viel. Er brauchte dringend einen Tapetenwechsel. Und so war es beschlossene Sache. In einer Nacht und Nebelaktion packte er alles nötige zusammen. Genügend Klamotten, alle Papiere die er brauchte und Geld. Zielstrebig machte er sich auf den Weg zum nächstgelegenen Bahnhof und verlangte eine Karte, für den nächsten Zug. Einfach bis zur Endstation. Ganz gleich, wohin ihn dies auch führen würde. Gesagt, getan. Es waren einige Stunden, die er unterwegs sein würde. So hatte er noch die Chance zu schlafen, bis er von einem Schaffner geweckt wurde. Er war angekommen, in seinem neuen zu Hause. Vielleicht war es dies nur auf Zeit. Vielleicht aber war es genau der richtige Ort für ihn, um endlich glücklich zu werden. Doch irgendwas verband er mit dieser Stadt. Was, wusste er gerade nicht. Außerdem hatte er erst einmal keine Zeit, sich darum einen Kopf zu machen. Es galt nun einen Unterschlupf finden. Und das sollte sich als nicht so einfach herausstellen. Er war in der Stadt, grundsätzlich schon einmal teuer. Dann wusste er nicht, wie lange seine Ersparnisse reichen würden. Also musste er das günstigste aber auch mit einigermaßen guten Standards gesegnete Hotel finden. Zwar war seine Unterkunft schlussendlich nicht perfekt, aber er fand etwas. Ebenso wie er das Gefühl der Freiheit spüren konnte, was ihm nur Gelegen kam. Dies barg aber auch Probleme. Das Geld neigte sich nach einer kurzen Zeit dem Ende zu und er musste sich irgendwie über Wasser halten. Also sah er sich um und musste letztendlich in den sauren Apfel beißen. Die einzigen die ihn nehmen wollten, waren Bars. Als eine Art Live-Act. Er war gezwungen, sich dem zu beugen. Unwissend, dass er eine alte, sehr gute Freundin wiedersehen würde. Doch nicht nur das. Auch wenn sie nie ein Paar waren, stand bald schon seine erste große Liebe vor seinen Augen. In dieser heruntergekommenen Bar.

© @courage.

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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 28.05.2020 19:41

104. Schwitzende Körper einten sich geführt von der Musik. Der Brustkorb hob sich passend zum Beat an. Beider Atem ging inzwischen schwer. Die Muskeln waren aufgrund der sich wiederholenden Bewegungsabläufe geschwächt. Doch keiner der beiden dachte auch nur im entferntesten daran es zu beenden. Keiner. Der Song lief auf Dauerschleife. Es ging schon längst nicht mehr um Perfektion. Nicht um die Feinheiten ihrer Choreografie.
In den letzten Wochen hatte sich etwas zwischen ihnen entwickelt, das sie nicht mehr leugnen konnte. Sie beide versuchten durch den Tanz die Nähe zueinander beizubehalten, aufrechtzuerhalten, nie mehr enden zu lassen. Denn ihre Körper harmonierten in einer Art und Weise, die sie beide noch nie zuvor mit einem anderen Partner erfahren hatten. Dass die ungewollten, flüchtigen, und doch erforderlichen Berührungen letzten Endes in einen Zustand mündeten, der sie beide das altbekannte und leider verbotene „Mehr" herbeisehnen ließ, hätte keiner erwartet. Sie dachten, sie könnten das professionell handhaben. Es war ja nur für einen Gig. Nur für wenige Wochen. Sie würden sich doch zusammenreißen können, oder?
An jenem Abend schien das aber eindeutig infrage gestellt werden zu können. Denn diesmal betrachtete auch er sie mit ganz anderen Augen. Der Blick war ein anderer. Und als ihr Oberkörper sich diesmal für einen Moment an den seinen schmiegte und eigentlich innerhalb einer halben Sekunde wieder lösen müsste, um zum nächsten Schritt überzugehen, legte er seine Arme um ihren Körper und zog sie näher an sich. Beide nahmen nur noch dumpf die Musik wahr. Die Melodie klang verlangsamt. Sie sah verblüfft mit ihren großen braunen Augen zu ihm auf. Sein Kopf neigte sich zu ihrer Überraschung weiter zu ihr hinab. Sein Gesicht war bereits derart nahe gekommen, dass sie seinen Atem deutlich auf ihrer Oberlippe spüren konnte.
Passiert das gerade wirklich?
Noch bevor sie sich dem hingeben konnte, entriss sie der durch die Lautsprecher schallende Klingelton seines Handys, welcher sich mit den Boxen verbunden und zuvor die Musik abgespielt hatte, aus dem ersehnten Moment. Die Mailbox sprang an und die Stimme seiner Freundin ertönte:
„Du bist spät dran, Babe. Wo bleibst du nur? Ruf mich so schnell wie möglich zurück."

© @Anticonformist

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