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Drama — private Rollenspiel-Handlungen

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Handlungen
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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 30.01.2019 18:52

89. Sewn together-
Bond by needle and stitches
Alle bemitleideten X als diese ihre Diagnose bekam. Vor allem ihre Eltern waren am Boden zerstört. Ein Leberversagen bei einer 16 Jährigen schien gar unmöglich. Krebs hatte sie keinen und sie schlug auch nicht auf diverse Therapien an. Ihr Leben spielte sich bald nur noch im Krankenhaus ab und ihre Freunde hörten sehr schnell auf sie zu besuchen. Bald war es mit ihrer Leber so schlimm, dass sie eine neue Leber brauche zumindest teilweise. Als Spender kamen, dank ihrer seltenen Blutgruppe nur wenige in Frage... Eigentlich fast niemand... bis auf eine Person. Y, ein freundlicher Junge, der nur wenige Countys weiter wohnte. Ihre Eltern flehten seine Eltern an und schlussendlich trafen sich die beiden im Krankenhaus. Der junge Mann erklärte sich dazu bereit, ihr zu helfen. Wenige Stunden später schnitt man beide auf und setze ihr sein gesundes Gewebe ein. Als man die beiden zu nähte und sie aus der Narkose erwachten, war X klar, dass sie ihm nicht nur auf ewig dankbar sein würde, nein, sie wollte gerne sein Freund sein. Also überredete sie ihre Eltern zu einem Umzug, damit sie bald darauf, auf die gleiche Schule wie Y ging und in der gleichen Straße wie er wohnte.
© @BrynTheBeatnik

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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 01.03.2019 11:44

90. Kalter Krieg der Liebe
Im Untergrund trafen die verschiedensten Leute aufeinander. So auch X und Y. Und wirklich, gegensätzlicher konnten sie nicht sein. Und auch die Abscheu, die die beiden füreinander empfanden hätten sie nicht deutlicher zeigen können. Es stand wohl in den Sternen geschrieben, dass sie sich hassen sollten. Denn X war amerikanische Agentin des FBI und Y ein russischer Mafiosi.
Wie gewöhnlich bekam X einen Auftrag, doch dieser würde sie dieses Mal an ihre Grenzen bringen. Ziel der Operation war es die russische Mafia zu infiltrieren. Aber kaum waren X und Y allein, konnte sie ihren Hass nicht mehr verstecken. So entlarvte sie sich schließlich selbst vor dem Mafiosi. Trotz allen Widrigkeiten verriet er sie nicht, stattdessen plante er ein erniedrigendes Spiel.
Die Auswahl war begrenzt, doch die Entscheidung fiel ihr erstaunlich einfach: Lieber vor Scham sterben, als lebendig begraben.
© @BrynTheBeatnik

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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 01.04.2019 20:59

91. Mights and Musts | Legacy of Birth
Zwischen dämlichen Hüten, kleinen Häppchen und langweiligen Diplomaten gefangen, verbringen Y und A die Kindheit. Die große Last auf ihren Schultern, auch ihr Erbe genannt, ist ihnen allgegenwärtig. Schließlich redete man sie schon seit Kindertagen mit Sir oder eure Hoheit an. Natürlich wissen die beiden Brüder, dass es ihnen an nichts Materiellem je mangeln würde. Aber auf emotionaler Ebene bleibt beim Leben unter der Krone eben einiges auf der Strecke. Sie würden gerne sagen, sie haben sich dafür entschieden und müssten sich mit den Konsequenzen abfinden, aber nein, so war das nicht... Sie wurden lediglich geboren. Dass ihre Eltern ihnen bei jeder sich bietenden Gelegenheit vorhalten, dass dies keine Ehe aus Liebe war und auch ihre Geburt allein auf die Sicherung der Nachfolge zurückzuführen ist, hilft auch nicht dabei, sich wie ein normaler Mensch zu fühlen. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Brüdern; Y ist Thronfolger und A nicht. Das heißt, dass Y sehr viele Pflichten und andererseits sehr wenige Rechte hat, während es bei A genau andersrum ist.
Zur gleichen Zeit, wenn Y in Meetings sitzt oder bei einer Charité Aktion ist, kann sich A nach Lust und Laune betrinken, die Steuern der Bürger verprassen, exquisite Party mit exquisiten Drogen nehmen und sich dabei sogar noch von Paparazzi erwischen lassen. Gerade hatte sich ihr Alltag einigermaßen normalisiert, wobei dies eher heißt, dass sie sich nach all den Jahren daran gewöhnt haben, da kommt ihre Mutter, die Queen, auf eine brillante Idee; Y soll sich endlich eine Freundin suchen, nicht nur eine Freundin, sondern Ehematerial. Natürlich sträubt sich Y. Es war zwar nicht so als wären ihm die Körperlichkeiten fremd, im Gegenteil, aber er sah sich nie als Mann für eine Beziehung. Schon gar nicht für eine Ehe. Erhalt des blauen Blutes war ihm relativ egal, aber da er keine große Wahl hatte- (Schließlich dachte die Presse schon er sei schwul) willigte er ein. Unter der Bedingung, dass es keine zusätzliche Arbeit für ihn werden würde und wenn es mit der Frau nicht klappen sollte, sie ihn damit bis aufs Weitere verschont. Daraufhin setzte ihm seine Mutter einen Haufen Akten vor. Er solle sich jemanden nettes raussuchen, hatte sie gesagt. Aber das ließ ihn kalt, er stieß den Stapel um und kaum lag alles verstreut da, zeigte er auf eine und sagte, ohne auch nur einen Blick hineinzuwerfen: „Diese da. Bring sie mir und ich werde mich ehrlich bemühen." Diese da war ein Mädchen, durchaus aus gutem Hause, namens X, die leider nicht so viel Glück hatte wie Y und nicht in den Plan ihrer Eltern eingeweiht wurde und nun sollte sie einen Wildfremden kennenlernen und ihn hoffentlich heiraten.
A fand seine große Liebe nicht in den Akten seiner Mutter, sondern in seinem Bett. Nach einer Nacht, die ihm nur noch fragmentarisch im Gedächtnis blieb, wachte er neben einer wahren Schönheit, B, auf. Das einzige Problem war nur ihr loses Mundwerk und ihre Art wie sie sich über alles lustig machte, wofür die Monarchie stand. Sie hatte in diesem Club nicht mal gewusst, wer er war, und nun wurde sie ihn nicht mehr los. Ständig schickte er ihr Blumen oder andere Gefälligkeiten, aber sie wies ihn weiter ab und langsam wusste sie nicht mehr wie sie es ihm klar machen sollte. Sie war nicht interessiert an der Monarchie, wirklich nicht. Nein, wenn es nach ihr ginge gäbe es keine Monarchie mehr. Da würde A sie wohl noch anders von sich überzeugen müssen.

© @BrynTheBeatnik

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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 03.07.2019 22:26

92. Jeder kennt das berühmte Halloween Make-up. Wie ein süßes, totes Mädchen mit großen Blumen im Haar und auffallenden Ballkleidern. Mittlerweile gehört das zum kitschigen Konsumalltag. Aber wer kennt die Geschichte hinter der Darstellung der Catrina noch?
Ursprünglich handelte es sich bei der Zeichnung nämlich um einen Protest gegen die reiche Oberschicht in Mexiko. Die Figur wurde vermutlich von dem mexikanischen Maler José Posada geschaffen, um sich über die vorrevolutionäre mexikanische Oberschicht unter Porfirio Díaz lustig zu machen. Später wurde La Catrina immer beliebter und der Kult verselbstständigte sich. José lebte etwa 1913... aber woher hatte er das Bild der La Catrina? Einfach gemalt, eine Vision und Zack... es war auf der Leinwand?

Nein. Die Wahrheit dahinter ist eine Andere und die Geschichte beginnt am 12 Juni 1912, in einer kleinen Stadt in Mexiko. José ist ein armer Maler, der nicht wirklich viel erreicht hat. Seine Eltern wollten nie das er Maler wird, weil man damit zu wenig Geld verdient und bis heute lebt er in einer kleinen Wohnung. Der Hungerlohn, den er sich mit Skizzen verdient ist kaum mehr, als er zum Überleben braucht. Den kleinen Leuten geht es allgemein nicht gut, die Wirtschaft liegt am Boden. José spielt schon mit dem Gedanken, einen neuen Beruf in Betracht zu ziehen... Bis er eines Tages auf dem Marktplatz der kleinen Stadt ein Mädchen sieht. Sie hat schwarze Haare und auch sonst die braun gebrannte Haut einer Mexikanerin. Aber ihr Gesicht ist bemalt wie ein Totenschädel. Wie eine Künstlerin hat sie es geschafft ihr Gesicht vollständig unter der Schminke zu verbergen. In ihren Haaren trägt sie eine große, rote Blume. Er weiß nicht wirklich was sie vor hat, doch als man ihr verbietet auf den Markt zu gehen, wehrt sich das Mädchen. José hat keine Ahnung wer sie ist, was sie getan hat oder warum die Männer der Stadtwache sie auffordern ihr Gesicht zu zeigen, aber anscheinend wird gerade jemand mit ihrem Aussehen gesucht. Geschickt wie eine Katze entkommt sie den Soldaten und der junge Maler hat alles beobachtet. Auf seinem kleinen Platz am Rande des Marktes zeichnet er sie zum ersten Mal, das Mädchen mit dem er kein Wort gesprochen hat, dass ihm aber trotzdem nicht mehr aus dem Kopf geht.
Sobald er das Bild zum Verkauf ausstellt, wollen es die Leute haben. Je mehr Bilder er von ihr zeichnet, desto mehr Geld verdient er. Keine Ahnung was es ist, aber irgendetwas verzaubert die Leute an dem Mädchen. Und irgendwann taucht sie vor seinem Stand auf, sieht ihre Bilder dort stehen, überall. Die Stadtwachen wollen das fremde Mädchen wieder verjagen und José nutzt seine Gelegenheit um ihr zu folgen. Er fragt sie, wie sie heißt, warum sie sich so bemalt. Natürlich gibt sie ihm keine Antwort, bis auf eine. Ihr Name ist Katarina. In den nächsten Tagen besucht sie ihn immer öfter, die Beiden streifen durch die Stadt und José versucht sie näher kennen zu lernen. Mit jeder Kleinigkeit die er über Katarina erfährt, mag er sie mehr. Zum Beispiel, dass sie Wasser liebt, die Reichen nicht ausstehen kann, dass sie Pferde mag und wenig zu essen hat, dass ihre Familie offensichtlich nicht da ist um das Mädchen zu beschützen. Irgendwann vertraut sie ihm genug, um eine Nacht bei ihm zu verbringen.
Aber mitten in der Nacht werden die Türen aufgebrochen und die Stadtwache prügelt José aus dem Schlaf. Sie suchen nach Katarina und werfen ihm vor, dass er eine Flüchtige beherbergt. Niemand erklärt ihm, worum es geht, aber der Maler begreift langsam, dass Katarina in ernste Schwierigkeiten verwickelt ist. Und er hat sich in sie verliebt.

Wer ist sie wirklich? Kann José ihr helfen und wird sie ihm jemals genug vertrauen um ihn als Freund zu akzeptieren?
© @MyLady

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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 31.07.2019 10:08

93. Für junge Menschen gehörte es zur Normalität, sich mit Freunden zu treffen oder ausgewählte Freizeitaktivitäten auszuführen. Es war normal, seinem Leben nachzugehen und sich Dingen zu widmen, die man selbst als interessant empfand oder die einem Spaß abgewinnen konnten. Dies aber sollte nicht im Leben von Y gelten. Schon in jungen Jahren erkrankte ihre Mutter an Krebs, welchem sie auch ein paar wenige Jahre später erlegen war. Die Erkrankung gab dem Vater, zumindest in seinen Augen, allen Grund dazu, sich vollkommen hängen zu lassen. Er gab sich dem Alkohol hin, verlor seinen Job und begann damit, handgreiflich gegenüber seiner Tochter, sowie auch dem älteren Sohn zu werden. Beiden blieb schlussendlich nichts anderes über, als von Zuhause zu fliehen. Sie ließen sich in einer Günstigen und wirklich abgewrackten Wohnung nieder, sich etwas anderes zu leisten, war nicht drinnen gewesen. Nicht mit den finanziellen Möglichkeiten, die beide zum damaligen Zeitpunkt hatten. Die Geschwister mussten sich beide mit schlechten Jobs über Wasser halten. Dabei arbeitete Ys älterer Bruder unter anderem auch schwarz auf einer Baustelle. Dort allerdings konnte man nicht von sicheren Arbeitsbedingungen sprechen. Als er einige Stufen auf einer Leiter hinaufgeklettert war, brach eine Stufe unter ihm und er stürzte auf den harten Boden. Er wurde sofort in ein nahe liegendes Krankenhaus geschafft, doch der Sturz war alles andere als seicht gewesen. So kam es dazu, dass er pflegebedürftig wurde. Er brauchte Hilfe beim Essen, beim Waschen und auch beim Anziehen. Zudem hat er seine Erinnerungen verloren und es war ihm nicht möglich, Dinge für länger als ein paar Minuten in seinem Kopf zu behalten. Y konnte kaum dafür sorgen, dass beide alleine über die Runden kamen, dazu noch die Pflege ihres Bruders. Alles in allem war sie sichtlich überfordert. Die Liebe aber war zu groß, um ihn einfach aufzugeben. Sie bekam jedoch auch mit, wie er sich immer und immer mehr quälte. Das Gefühl, sein Leben für ihn nicht angenehmer gestalten zu können, fraß sie innerlich beinahe auf. Also hatte sie einen Entschluss gefasst.. Eines Abends machte sie sich auf den Weg zu einer Apotheke, um dort Schlaftabletten zu besorgen. Sie mischte diese in das Getränk, ihres Bruders. Danach schaffte sie ihn in die Badewanne, wo sie ihn unter Tränen nach der Wirkung der Tabletten ertrinken ließ. Nicht aber, weil sie ihn satt hatte, sondern vielmehr, weil sie ihm von seinem Leid erlösen wollte. Ihr Vergehen blieb jedoch nicht unbemerkt, so wurde sie zu 10 Jahren Gefängnisaufenthalt wegen Mordes verurteilt.

Grundsätzlich konnte man das Leben von X als eines bezeichnen, welches gerade zu von Glück gesegnet wurde. Bei ihm konnte man davon sprechen, dass sein Leben nicht einmal im Ansatz mit jenem von Y zu vergleichen war. Zwar hatte er mit den üblichen Problemen eines jungen pubertären Teenagers zu tun oder auch Mal mit denen, welche nur normal in einem Alltag sein konnten aber wirkliche Schwierigkeiten waren bei ihm nie aufgetreten. Die eigene Familie war dem Mann durchaus wichtig und auch sein Job, welcher ihn mit Freude erfüllte, wollte er in seinem Leben nicht vermissen müssen. Doch auch wenn man als Außenstehender meinen konnte, bei ihm würde alles rosig verlaufen. War auch in seiner kleinen Welt nicht immer alles vollkommen perfekt gelaufen. Er arbeitete in einer erfolgreichen Anwaltskanzlei, die Probleme mit unzufriedenen Klienten gehörten für ihn mittlerweile einfach zum Alltag dazu. Daran aber hatte er sich gewöhnt. Auch wenn er sich im Allgemeinen nicht unbedingt daran störte, so gab es eine Klientin, die zum damaligen Zeitpunkt über die Stränge schlug. Diese fing zunächst an, ihm zu drohen, ihm aufzulauern und schlussendlich wurde er regelrecht von ihr gestalkt. Auch sein ehemaliger Boss, welcher die Kanzlei mittlerweile einem anderen vermacht hatte, hatte ihm in jener Situation nur Druck gemacht. In seinen Augen war dieser immerhin selbst Schuld an alledem gewesen. Jene Klientin wurde allerdings zu einer Gefängnisstrafe von 5 Jahren verurteilt. Mittlerweile jedoch erreichen ihn wieder Briefe. Briefe, welche ihn paranoid werden ließen.

Aufgrund von guter Führung hatte Y das Glück, 2 Jahre eher aus dem Gefängnis entlassen zu werden. Ihren Abschluss konnte sie im Gefängnis zu Ende machen, ebenso wie eine Ausbildung absolvieren. Doch trotz alle dem, hatte sie kaum etwas, was sie nach dem Aufenthalt im Knast erwarten konnte. Einzig und allein eine einzige Freundin war ihr nach ihrer Tat geblieben. Jegliche andere Person hatte sich bereits von ihr abgewandt. Ebenso war sie so freundlich, Y zumindest vorübergehend bei sich wohnen zu lassen, bis sie auf eigenen Beinen stehen konnte.

Jene Freundin war ebenso in der Kanzlei angestellt, in welcher auch X arbeitete. Sie wusste, wie komisch das für Y sein musste, nach all dem bei jemanden zu wohnen, der in einem solchen Job arbeitete. Doch für sie kam es noch schlimmer, als sie mit auf eine Party geschliffen wurde, welche veranstaltet von der Firma war, um neue Klienten für sich gewinnen zu können. Dort würde sie auch X begegnen. Einem in ihren Augen sympathischen Mann, mit welchem sie sich auf Anhieb gut verstand. Allerdings ist sie nicht in der Lage, ihm so schnell von ihrer Vergangenheit zu erzählen. Und genau das könnte seine gesamte Zukunft in Gefahr bringen.
© @Passengers

Antworten Zuletzt bearbeitet am 31.07.2019 10:09.

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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 13.08.2019 11:45

94. Schon seit ihren frühsten Kindertagen hatte Y mit starken Depressionen zu kämpfen. Obwohl selbes ebenso ihren Vater betraf, wurde es bei ihr nie ernst genommen. Ihre negativen Gefühle und auch ihre Probleme wurden immer als gar nicht so schlimm dargestellt. Dabei war es egal, um was es sich handelte. Ihr Vater war immer der Mittelpunkt der Sippschaft gewesen, was an seinen ständigen Aggressionen lag, von welchen Y keinesfalls verschont geblieben war. Doch auch dies glaubte ihr ihre Familie nicht. Vermutlich, weil sie nahezu ihr ganzes Leben Unwahrheiten verbreitete. Hin und wieder nur, um sich aus einer Situation herauswinden zu können, aber manchmal waren diese Lügen beinahe schon dreist. Es wurde teilweise so schlimm, dass sie immer aufs Neue anfing, Freundschaften kaputtzumachen, ebenso wie das Vertrauen, welches andere in sie legten. Allerdings konnte Y sich selbst nicht erklären, wieso sie dies tat. Sobald es auch nur irgendwie bergauf bei ihr ging, war sie schon wieder dabei, es kaputtzumachen.

 

X wurde in einem liebevollen Haushalt aufgezogen und zu einem hilfsbereiten jungen Mann erzogen, welcher selten aus der Spur geraten war. Selbst typische Teenager Streiche hatte er gemieden, um nicht auf die schiefe Bahn zu kommen. Doch nach einer Weile fing dann das Pech an, sich in seine Lebensgeschichte einzumischen. Falsche Entscheidungen führten dazu, dass er eine ganze Menge an Geld verlor und beinahe Pleite war. Dies jedoch wurde das erste Mal zum Problem, als seine langjährige Partnerin durch einen Unfall pflegebedürftig wurde. Sein Leben drehte sich irgendwann nur noch darum, sich um seine Freundin zu kümmern und arbeiten zu gehen. Jeglichen anderen Lebensinhalt hatte er verloren. Er selbst hatte das Gefühl, egoistisch zu sein, da es ihm auf psychischer Ebene immer schlechter damit ging, noch weiter mit seiner Jugendliebe zusammen zu bleiben. Er glaubte, er müsse das. Man könne niemanden verlassen, der ein solches Schicksal hatte erleiden müssen, auch wenn die Liebe nicht mehr da war. Oder etwa doch?

Nach einem völlig erschöpften Arbeitstag hatte X noch die Aufgabe, bei einer nahe liegenden Apotheke die Medikamente für seine Partnerin abzuholen. Fast schon lustlos und ohne jegliche Vorfreude also, versuchte er sich zu dieser hinzuschleppen. Im Augenwinkel erkannte er jedoch auf einer nicht weit entfernten Brücke ein Mädchen, was gerade über das Gerüst klettern wollte. Reflexartig rannte er zu dieser Frau und sorgte dafür, dass sie ihr vorhaben nicht in die Tat umsetzen würde. Auch wenn sie nicht wirklich begeistert von allem war.
Ebenso unfreiwillig hatte er sie mit zu sich nach Hause genommen. Nicht nur Y hegte dafür wenig Begeisterung, seine Partnerin war nicht sonderlich froh wegen der Fremden. Es stellte sich schnell heraus, aus was für einem Haus sie kam, Xs Freundin hatte sie zusätzlich rasch als Konkurrenz eingestuft. Aber nicht ausschließlich seine Freundin hatte etwas gegen die Anwesenheit von Y, sondern auch seine Eltern.

© @Passengers

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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 25.11.2019 15:33

95. Letztendlich sind wir dem Universum egal

#SPOILER#Angelehnt an den Film „Letztendlich sind wir dem Universum egal"#ENDSPOILER#

A ist eine Person, die jeden Tag im Körper eines anderen männlichen oder weiblichen Teenagers aufwacht. A hat keinen richtigen Namen, er ist keine Person, zumindest nicht im herkömmlichen Sinne, sondern hat einen Geist, der ohne Wahl von einem Wirt zum nächsten wechselt und für nur 24 Stunden sein Bewusstsein durch sein eigenes ersetzt. A hat eigene Erinnerungen, aber ist auch in der Lage, die Erinnerungen der Person anzuzapfen, deren Körper er besetzt.
Eines Tages erwacht A im Körper eines Teenagers namens Justin. Nach der Ankunft in der Schule trifft A Justins Freundin Y und fühlt sich sofort mit ihr verbunden. Basierend auf Justins Erinnerungen kann A sagen, dass Justin und Y eine harte Zeit in ihrer Beziehung haben, also lädt A sie an den Strand ein, um mehr über sie zu erfahren. Die beiden öffnen sich gegenseitig, obwohl A weniger sagt und sehr sorgfältig formuliert.
A hatte noch nie zuvor eine solche Verbindung mit jemandem gefühlt und versucht daher, einen Weg zu finden, um in den nächsten Tagen in Y Nähe zu bleiben. A tut sein Bestes, um Y davon zu überzeugen, dass der Tag am Strand nicht zwischen ihr und Justin stattgefunden hat, sondern zwischen ihr und A.
Nach einigen Schwierigkeiten ist A endlich in der Lage, Y davon zu überzeugen, wer er ist und welches Phänomen er täglich erlebt. Und obwohl A eine wandelnde Seele ohne eigenen Körper ist, verlieben sich die beiden letztendlich ineinander. Doch je stärker die Zuneigung zwischen Y und A wird, desto mehr spüren sie auch dass es niemals möglich sein wird, eine normale Beziehung miteinander zu führen oder später einmal zu heiraten und Kinder zu kriegen.
© @Black_angel

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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 25.11.2019 15:34

96. Today is another day to get it right.

Die Dalton Dance Academy. - Eine Privatschule, mit einem hohen Ansehen, um die verschiedensten Formen des Tanzes zu lernen. An genau diesem Ort lernten sich Mann und Frau kennen. Wenn man zum damaligen Zeitpunkt irgendwelche Schüler der Schule gefragt hätte, wie die beiden denn so seien, hätten wohl viele dieselbe Antwort gegeben.. Denn beide hatten einen gewissen Ruf an dieser Schule. Dies sollte nicht bedeuten, dass sie zu den Außenseitern gehörten. Doch, wenn man sie mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es wohl: schwierig. Charakterlich hatten beide Parallelen. Sie beide waren sehr ehrgeizig, waren gewillt, einiges zu tun, um ihr Ziel zu erreichen. Und oftmals auch viel zu sehr von sich selbst überzeugt. Eigentlich hätte man meinen können, dass sie perfekt zueinander gepasst hätten. Doch Sie zierte sich eine ganze Weile, wirklich mit ihm auszugehen. Ihr Fokus lag immer auf Ballett und auf den klassischen Tänzen, während seine im Hip-Hop Bereich lagen. Grund genug für die Teenagerin, lange nicht mit ihm ausgehen zu wollen. Irgendwann aber, ließ sie sich von ihm überzeugen. Der Anfang ihrer Liebesgeschichte. Einfacher wurde es zwischen den beiden dennoch nicht. Denn gerade dann, wenn es um die Wettbewerbe mit anderen Schulen dieser Art ging, gerieten beide oft aneinander. Immerhin wollten sie alle zum Sieg führen, jedoch auf ihre ganz eigene Art und Weise. Streitigkeiten zwischen den beiden waren keine Seltenheit und doch wollten sie einander nicht aufgeben. Allerdings kam es zu einem Tag, kurz vor einem wichtigen Wettbewerb für die Dalton Dance Academy, an welchem Sie ein Projekt fertigstellten und dies vor der Schule aufführten. Dazu gehörte ein ganz besonderes Finale. Ein Showkuss. Jedoch nicht mit ihrem damaligen Freund. Dafür sollte ihr Ex Freund hinhalten. Ihn hatte das zur Weißglut getrieben und wieder einmal war ein Streit vorprogrammiert. Als es dann schließlich ernst wurde und beide sich für den Wettbewerb zusammen reißen mussten, sollte sich das Schicksal von ihr komplett verändern. Die Choreografie der ganzen Schule verlief reibungslos, bis sie nach einer Hebefigur mit ihm in einer Drehung auf der Bühne landen sollte. Sie kam falsch mit dem Fuß auf und verletzte sich das Sprunggelenk schwer. Tausend Gefühle gingen in ihr hervor. Sie fühlte sich gedemütigt, vor allen so zu versagen. Das Team zu enttäuschen.. und der Schmerz. Beim Arzt musste sie feststellen, dass das keine einfache Verletzung sein sollte. All das sollte sie eine Weile vom Tanzen abhalten und für die Zukunft dabei etwas einschränken. Zumindest dann, wenn sie kein Risiko eingehen wollte, sich das Sprunggelenk erneut zu verletzen. In ihren Augen war das alles die Schuld ihres Freundes. Sie konnte nicht fassen, zu was er in der Lage war. Das er jetzt der schuldige sein sollte, dass sie ihren Abschluss an einer stinknormalen High School machen sollte. Mit so jemanden konnte sie nicht weiter zusammen sein. Aber auch für ihn stand fest, sie an seiner Seite zu haben war nichts, was er sich weiter hätte vorstellen können. Und so brach der Kontakt der beiden ab, ohne das sie noch einmal miteinander sprachen, als sie die Schule kurz vor dem Abschluss wechseln musste..
Nach seinem Abschluss an der Dalton Dance Academy, ging er weiterhin seiner Leidenschaft nach. Tanz war wohl das, was ihm eine gewisse Art von Erfüllung geben konnte. Ein Gefühl, welches er gerade nach seinem Abschluss dringend gebraucht hatte. Diese ganzen gemischten Gefühle, bezüglich des letzten Jahres hatten ihn förmlich aufgefressen. Ihm war klar, dass man hin und wieder etwas Show in Tänze hinein brachte. Doch dieser Kuss zwischen seiner Ex Freundin und ihrem Ex, war eindeutig zu viel gewesen! Nicht einmal für die Show. Vor allem nicht für eine, die auch noch in einer dämlichen High School stattfand. Doch all das sollte ihn nicht von seinem Traum abhalten. Mit Hilfe seiner Eltern konnte er es schaffen, ein gut laufendes Tanzstudio zu errichten. Die Kurse liefen gut und mit der Zeit konnte er sich auch angestellte leisten. Immer noch steckte er größten Ehrgeiz in alles, was er tat hinein. Vielleicht agierte er auch hin und wieder etwas überheblich. Jedoch hatte es ihn weit im Leben gebracht. Ein Studio und hin und wieder die Chance, auf einer Bühne mit einer kleinen Truppe aufzutreten? Außerdem konnte er sich gut über die Runden bringen. Was wollte man also mehr? Die Vergangenheit, an die versuchte er keinen Gedanken zu verschwenden. Auch wenn er nicht leugnen konnte, sich zu fragen, was wohl aus ihr geworden war.
Sie hingegen hat sich etwas früher von der Academy freistellen lassen. All das war kurz vor ihrem Abschluss passiert, den sie dort nicht mehr machen konnte. Für sie wäre es eine zu große Last gewesen, immer wieder in ihr altes Leben zurückzugehen und zu wissen, dass all das keinen Platz mehr in ihrer Zukunft hatte. Zu wissen, wie sehr sie doch versagt hatte. Oder vielmehr, wie sehr ihr Leben doch von ihrem eifersüchtigen Ex versaut wurde. Bis heute konnte sie nicht verstehen, wie jemanden so etwas provozieren konnte, wegen einer solchen Kleinigkeit. Hin und wieder kehrte der Gedanke in ihren Kopf, was gewesen wäre, wenn. Wenn sie ihren Abschluss dort und nicht an einer herkömmlichen Schule nachgeholt hätte. Wenn ihre Angst nicht so stark wäre vor dem Tanzen. Wenn die beiden sich damals noch eine Chance gegeben hätten. Allgemein aber, war sie doch mittlerweile glücklich mit ihrem Leben. Sie wohnte abseits der Stadt, an einem kleinen Strand und auch mit ihrem Job war sie zufrieden. Das Gefühl, eine Lücke in ihrem Leben zu haben, das blieb jedoch.
Seit dem Abschluss der beiden waren ungefähr 6 Jahre vergangen. 6 Jahre, in welchen sie weder voneinander etwas hörten, noch von den meisten anderen, mit denen sie zur Schule gegangen waren. Das aber sollte sich ändern, als eines Tages Briefe der Dalton Dance Academy bei einigen der Absolventen eingingen. Darunter fielen auch die beiden. Gerade sie jedoch war am Zögern, ob sie die Einladung auch annehmen sollte. Mittlerweile hatte sie sich ein Leben aufgebaut, welches nichts mehr mit alledem zu tun hatte. Sie hatte abgeschlossen. Die Frage, ob es sich für einen Abend lohnen würde, all das wieder aufzuwirbeln, war also im Raum. Und auch, wenn es wahrscheinlich eine blöde Idee war, entschied sie sich, sich ihren Dämonen zu stellen. Vielleicht konnte sie dann wirklich alles hinter sich lassen und ihren Neuanfang wirklich genießen. Doch nicht lange, nachdem Sie bei der Veranstaltung angekommen war, standen sie sich gegenüber. Ihre Erinnerungen an ihn waren anders, als die Person, welche sie dort sah. Und doch war es irgendwie ein schönes Gefühl. Allerdings war sie nicht in der Lage, ein wirkliches Gespräch mit ihm zu beginnen. Irgendwo saß der Schmerz doch noch tief. Ebenso fiel es ihm nicht einfach, seiner High School Liebe gegenüber zu stehen. Immerhin war die Vergangenheit mit ihr nicht unbedingt die rosigste Zeit seines Lebens. Schnell wurde man jedoch auf einen anderen Faktor aufmerksam, der die wenigen Absolventen die dort waren, etwas beunruhigten. Gerade Sie, immerhin war Sie die einzige, die ihren Abschluss nicht an der Dalton Dance Academy machen konnte. Rasch erfuhren sie dann, den eigentlichen Grund, warum sie hergerufen worden waren. Einzig und alleine, weil es der Academy nicht möglich war, den Unterricht weiter fortzuführen. Denn gerade war eine wirkliche Knappheit an Lehrkräften. Für einen Monat brauchte die Schule also Vertretungskräfte, weshalb sie auf diese paar Menschen kamen, die sich jetzt hier im Raum befanden. Auch wenn das in den Ohren der meisten vollkommen verrückt klang, boten alle ihre Hilfe gleich an. Alle bis auf sie.. Immerhin hatte sie sich geschworen, nie wieder zu tanzen. Sie stürmte also heraus und begab sich an die Stelle des Campus', an welcher sie schon damals immer war, wenn sie alleine sein wollte. Dort sollte sie nicht lang alleine bleiben, denn er schien sich trotz allem Gedanken um sie zu machen und folgte ihr. Er hielt regelrecht eine Rede vor ihr, die sie schlussendlich zum Nachgeben animierte. Unterrichten, gut. Das bedeutete ja immer noch nicht, dass sie unbedingt tanzen musste. Sie konnte ja auch erklären. Zumindest redete sie sich das ein. Und eigentlich klappte all das auch ganz gut. Bis sie feststellen musste, dass sie auch einen Kurs zusammen mit ihrem Ex Freund leiten musste. Und schnell fühlte sich alles wieder so an, als würden beide wieder zur Schule gehen..
© @courage.

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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 25.11.2019 15:35

97. Sometimes, happy memories hurt the most.

Schon immer steckte in der chaotischen jungen Frau eine zielstrebige Person. Ein Mensch, der mit Herz und Seele bei allem dabei ist. So erging es ihr auch, als sie ihren Lebensgefährten kennenlernte. Hals über Kopf verliebte sie sich in ihn. Von vornherein war sie sich sicher, dass das der Mensch sein würde, mit welchem sie den Rest ihres Lebens verbringen wollte. Und auch ihre Eltern waren von der Idee hellauf begeistert. Doch irgendwann fingen unausweichlich die Probleme an. Zunächst hatte es damit angefangen, dass sie sich beinahe wie eine Fremde in ihrer Familie vorkam. Der Schwiegersohn in spe hatte einen deutlich besseren Stand, als sie. Etwas, was die ersten Reibungspunkte verursachte. Dennoch war sie sich in allem ziemlich sicher. Sie liebte diesen Menschen und würde das nicht alles einfach so kaputt gehen lassen, nur weil ihre Eltern einen Narren an ihm gefressen hatten. Doch dies würde nicht der einzige Stolperstein in der Beziehung bleiben.. Eines Abends gerieten beide also wieder in einen Streit, welchen sie kaum ertragen konnte. Also beschloss sie, Sachen zu packen. Nur noch weg von hier. Und dies setzte die aufgewühlte Frau dann auch in die Tat um. So war sie nur wenige Augenblicke später auf den leeren Straßen unterwegs. Nun ja, sie waren beinahe leer. Beinahe gedankenverloren wollte sie sich auf den Weg in ein Hotel machen. Dort sollte sie allerdings nicht mehr ankommen. Denn plötzlich schienen ihr die grellen Scheinwerfer eines Wagens in die Augen, wildes Hupen nahm sie noch wahr. Die letzten Momente, welche sie mitbekommen hatte, bevor sie ihr Bewusstsein und auch einige Erinnerungen verlor..

Ein stechender Schmerz, welcher sich durch ihren Kopf zog, weckte sie aus ihrem tiefen Schlaf. Ohne Orientierung, in einer ihr unbekannten Wohnung. Ein Klopfen an der hölzernen Tür, jagte ihr einen Schrecken ein. Dennoch bat sie die Person, leise und zittrig, in das Zimmer zu treten. Ein Mann betrat den Raum und fragte, nach ihrem Wohlbefinden. Sie blieb jedoch ängstlich. Er erklärte, sie gefunden zu haben. Verletzt und ohne Anzeichen, wo sie Zuhause war. Aus diesem Grund nahm er sie mit und kümmerte sich um sie. Ja.. Zuhause.. Wo war das noch gleich? Ein wichtiger Fakt, welcher ihr auch nicht wirklich Bewusst gewesen war. Scheinbar hatte sie ein paar wichtige Erinnerungen verloren. Ebenso ihre persönlichen Sachen. Also bot ihr Retter an, dass sie erst einmal bei ihm unterkommen könne und sie gemeinsam einen Weg finden würden, sie wieder in ihr Leben zu bringen. Sie nahm das Angebot dankend an, auch wenn ihr zunächst etwas unbehaglich damit war. Immerhin war er eine fremde Person, auch wenn er scheinbar schon einiges für sie getan hatte. Nachdem sie also wieder auf die Beine gekommen war, versuchten sie Anhaltspunkte zu finden. Allerdings blieb ihr eigentliches Leben nicht das einzige Thema, zwischen den beiden. Sie lernten sich auch näher kennen. Zumindest soweit, wie es ihr in ihrem Zustand möglich war. Aus einer kaum bedeutenden Bekanntschaft wurde irgendwann mehr. Sie verliebten sich ineinander. Beinahe schien es perfekt zwischen ihnen zu sein, abgesehen von ein paar üblichen Reibungspunkten. An manchen Tagen dachte sie, dass das alles vielleicht etwas zu unkompliziert war, zwischen ihnen. Konnte das alles überhaupt Realität sein? Schneller als ihr lieb war, sollte sie die Wahrheit erfahren. Das alles war nur ein Traum gewesen..
- 6 Monate später -
Sie blinzelte leicht mit ihren Augenlidern und erkannte nur wenige Momente später, in einer fremden Umgebung zu sein. Ihr Körper war steif und ihre Augen hatten Probleme damit, dass grelle Licht zu verarbeiten. Es brauchte ein bisschen, bis sie erkannte, wo sie war. Im Krankenhaus. Doch was passiert war, wollte ihr nicht einfallen. Nicht ehe eine Krankenschwester das Zimmer betrat und erstaunt war, dass sie wach geworden war. Nachdem der Arzt schließlich ebenfalls im Raum war, wurde ihr dann erklärt, was geschehen war. Ein Unfall? Wie sollte sie das glauben, wenn die letzte Zeit doch so Real erschien? Schließlich erklärte sie dem Arzt sträubend, was doch in der letzten Zeit los war und dass das unmöglich eine Fantasie sein konnte. Dieser musste sie jedoch enttäuschen. Den Mann, welchen die junge Frau da beschrieb, kannte man im Krankenhaus nicht. Stattdessen wurde ihr von ihrem Verlobten erzählt. Verlobter? Das konnte nicht sein. Dieser Gedanke kam ihr absolut absurd vor. Dunkel fing sie sich jedoch an, zu erinnern, umso mehr sie in die Realität zurückgeholt wurde. Seufzend ließ sie sich wieder ins Bett nieder.. Es dauerte noch ein paar Tage, bis sie schließlich nach einigen Tests entlassen wurde. Zurück nach Hause, in ein Leben, was ihr mittlerweile wie das, einer vollkommenen anderen Person vorkam. Lieber wäre es ihr gewesen, noch einige Tage im Krankenhaus zu verbringen. Stattdessen musste sie ihr Bett jetzt mit jemanden teilen, der ihr wie ein Fremder vorkam. Ein Leben, was ein völlig anderes war, als jenes, welches sie sich doch gerade aufgebaut hatte. Zumindest hatte sie das gedacht. Nun wollte die Frau auch beginnen, ihrem eigentlichen Alltag nachzugehen. Auch, wenn sie dies als komisch empfand. Es gab jedoch keine Anhaltspunkte, zu ihrem geträumten Leben. Das, was sie so sehr vermisste. Bis sie dann, wie es für sie üblich zu sein schien, eines Tages ihren Onkel am Arbeitsplatz besuchte. Dort begegnete sie den Mann wieder, welchen sie aus ihrem Traum kannte. Und in diesem Moment fühlte sie sich wie versteinert. Der junge Mann hatte sie bemerkt und kam besorgt auf sie zu. Sie stotterte allerdings in den ersten Sekunden nur herum. Wie konnte man sich nur so vor jemanden blamieren? Er jedoch schien dies nicht einmal als sonderlich schlimm aufgefasst zu haben. Nachdem sie ihr Vorhaben dann in Realität umgesetzt hatte, lief sie ihm geradewegs wieder in die Arme. Und schon platzte es beinahe aus ihr heraus. Sie bat ihn, sich Mal mit ihr zu treffen. Ohne daran zu denken, dass er vielleicht anders sein könnte. Das es bei ihr Zuhause noch jemanden gab. In diesem Moment war dies egal. Erinnerungen aus dem Koma und die Realität begannen, sich zu vermischen..
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Re: Drama — private Rollenspiel-Handlungen

von Handlungen am 28.01.2020 15:40

98. Einige Menschen stellten sich bestimmt schon die Frage, was das Smartphone seines Gegenübers für Geheimnisse birgt. Dieses kleine Gerät konnte sämtliche Dinge über uns festhalten und für einen langen Zeitraum speichern. Fotos, Nachrichten, Notizen. Es gab so einiges, was wir in diesem Ding hielten, es aber nicht nach außen trugen. Nur ein kleiner Blick konnte uns teilweise schon eine ganz andere Sichtweise auf eine Person zeigen. Für viele glich das Verlieren eines Handys mit dem Verlust des eigenen Lebens. Denn heutzutage war das ja auch oft so, wenn man bedachte, was man alles in ihm ab speicherte. Wie viel vertrauen wir in ein kleines Gerät legten, welches doch so schnell kaputt oder verloren gehen konnte. Was wäre, wenn du die Chance hättest, in ein fremdes Handy zu sehen? Würdest du es tun? Und was ist, wenn du denkst, gar keine andere Wahl zu haben?

 

X war eines schönen Tages in einem Café. Bei dem herrlichen Wetter entschied X sich jedoch für einen Platz draußen. Ein Glas des Lieblingsgetränkes, das Smartphone wie immer in der Hand und ein schönes Stück Kuchen. Wie konnte man ein Wochenende besser einleiten, als so? Urplötzlich jedoch hörte X das Klingeln eines Telefons. Nicht aber von einem der anderen Gäste. Nein, es lag auf dem Tisch direkt gegenüber. Ein Tisch, an dem niemand saß. Für den ersten Moment ignorierte X das Klingeln einfach. Vielleicht war die Person ja gerade zur Toilette gegangen? Doch nichts passierte. Es kam niemand zurück, die Kellnerin beschäftigte sich nicht damit und den anderen Gästen war es auch vollkommen gleich. Also beschloss X aufzustehen und wollte es ins Lokal bringt. Ja, das war wirklich das Vorhaben. Doch wann hatte man schon einmal das Glück, seine Neugierde auf ein fremdes Handy befriedigen zu können? Und dann auch noch sagen zu können: "Ich habe mich ja nur umgesehen, um den Besitzer ausfindig machen zu können." Eine bessere Ausrede gab es wohl einfach nicht. Also nahm X es mit nach Hause..
Dort angekommen verlor X keine Zeit. Schnell in den Router einloggen und schon ging es los. Doch es war wesentlich komplizierter, all das abzuchecken. Es gab zwar keinen Passwortgeschützten Lockscreen, aber dafür waren etliche andere Dinge mit solchen geschützt. Immer und immer mehr erweckte das kleine elektronische Gerät die Neugierde von X. Und es gelang auch, nach und nach Informationen herauszufinden. Über Y, eine Person, die höchstwahrscheinlich untergetaucht war. Zumindest demnach, was man dem Smartphone entnehmen konnte. Doch warum waren überhaupt solche Indizien auf einem Handy? Wer war Y und was war genau geschehen? Das meiste zumindest sollte wohl das Smartphone beantworten. X befand ich im Zwiespalt. Denn es gab sowohl Informationen, die beunruhigten, als auch jene, die Y umso interessanter machten und den Drang Y kennenlernen zu wollen, nur umso mehr erhöhten.

© @courage.

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